2021 läuft die EEG-Förderung vür viele Windkraftanlegen aus. / Foto: Siemens Gamesa

  Erneuerbare Energie

MVV 20 Plus: Unternehmen schaffen neues Service-Paket für Windanlagenbetreiber

Die Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz endet 2021 für tausende Windenergieanlagen. Das Mannheimer Energieunternehmen MVV und die beiden Entwickler und Betriebsführer von Erneuerbare-Energien-Projekten, juwi und Windwärts, wollen Betreibern von Windkraftanlagen künftig ein „rundum-sorglos-Paket“ für den Weiterbetrieb anbieten.

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Das Produkt mit dem Namen MVV 20 soll in der Post-EEG-Ära laut den Unternehmen viele Komponenten zusammenfassen – vom Schnittstellenmanagement über den Betriebsführungsvertrag und die Stromvermarktung, bis zur Wartung der Anlagentechnik und den notwendigen Rahmenversicherungen.

Anlagenbetreibern sollen laut Pressemitteilung so Risiken abgenommen werden – zudem gebe es so nur noch einen zentralen Ansprechpartner, der sich um alle wirtschaftlichen Belange des Windparks kümmert. Die technische Wartung übernimmt der Kooperationspartner VSB-Technik.

„MVV 20 plus richtet sich an alle Anlagenbetreiber, die ihren Strom nicht selbst an der Börse vermarkten wollen oder denen die Welt der Direktvermarkter schlicht zu unübersichtlich ist“, erläutert Stefan Sewckow, Geschäftsführer des Stromvermarkters MVV Trading.

Fixe Vergütung soll gesichert werden

MVV Trading wird laut eigenen Angaben mit Anlagenbetreibern ein Konzept zur Stromvermarktung entwickeln, dass auch ohne EEG-Vergütung einen Fixpreis garantiert.

Martin Greschik, Leiter der Betriebsführung bei Windwärts, ergänzt: „Die Kosten für Schnittstellenmanagement und Wartung sind für MVV 20 plus-Kunden ertragsabhängig gestaltet. Das heißt, wir übernehmen einen Teil des Betriebsrisikos, damit die Umsätze unserer Kunden möglichst immer die Kosten übersteigen. Selbst dann, wenn der Wind einmal nicht wehen sollte.“ Auch bei Abregelungen erhalten MVV 20 plus-Kunden die volle Kompensation.

Christian Arnold, Geschäftsführer der Betriebsführung bei juwi, benennt einen weiteren Baustein des Produkts: „Die Abrechnung bei MVV 20 plus erfolgt über die erbrachte Leistung in Euro pro Megawattstunde, jeweils zum Monatsende. Das sichert unseren Kunden die nötige Liquidität für einen wirtschaftlich erfolgreichen Weiterbetrieb ihres Bestandsparks.“ Diesen können Anlagenbetreiber laut Unternehmen bereits im Vorfeld kostenfrei in einem Schnellcheck prüfen.

Die MVV Energie-Aktie liegt im Tradegate-Handel am Montagmorgen mit 0,75 Prozent im Plus bei 26,80 Euro. Auf Monatssicht hat die Aktie damit 1,548 Prozent verloren, im Jahresvergleich liegt sie 4,72 Prozent im Plus.

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MVV Energie AG: ISIN DE000A0H52F5 / WKN A0H52F

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