Orsted finanziert sein Wachstum unter anderem durch große Anleihen. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien, Anleihen / AIF

Neue Anleihen: Orsted sichert sich 2 Milliarden Euro frisches Kapital

Ørsted hat drei neue Green Bonds auf den Markt gebracht. Mit den Einnahmen von 2 Milliarden Euro will der dänische Energiekonzern weitere Wind- und Solarparks finanzieren.

Die Anleihen haben Laufzeiten zwischen drei und zwölf Jahren und bieten einen Jahreszins von 3,625 bis 4,125 Prozent. Erworben wurden sie von professionellen Investoren, die einen Teil der Papiere über eine Börsennotierung in Luxemburg weiterverkaufen (ISINs der Anleihen: XS2591026856, XS2591029876, XS2591032235). Die Stückelung der Anleihen beträgt 1.000 Euro.

Ørsted finanziert sein Wachstum durch Verkäufe von Windparkanteilen, aber auch durch Fremdkapital. 2022 verdoppelten sich die Schulden aus Bankkrediten und Anleihen fast auf 60,5 Milliarden Kronen (8,1 Milliarden Euro). Allerdings erhöhte sich auch der Wert der eigenen Kraftwerke um 10 Prozent auf 178 Milliarden Kronen (24 Milliarden Euro), und das Eigenkapital stieg um 12 Prozent auf 95,5 Milliarden Kronen (12,8 Milliarden Euro).

Ørsted hat sein Geschäftsjahr 2022 mit Rekordzahlen abgeschlossen (ECOreporter berichtete hier). Die Dividende soll um 8 Prozent auf 13,5 Dänische Kronen je Aktie (1,81 Euro) steigen. Das entspräche beim aktuellen Aktienkurs von 83,92 Euro (Tradegate-Handel, 24.2.2023, 10:48 Uhr) einer Dividendenrendite von 2,2 Prozent.

Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.

Die lange sehr teure Ørsted-Aktie hat seit Anfang 2021 kräftig an Wert verloren. Auf drei Jahre gesehen liegt sie 19 Prozent im Minus, auf fünf Jahre hat sie 62 Prozent zugelegt.

ECOreporter schätzt die Aussichten von Ørsted weiterhin als gut ein. Der Konzern hat als Weltmarktführer für Offshore-Windparks eine hervorragende Marktposition und stellt sich mit dem Ausbau seiner Onshore-Wind- und Solarsparte noch breiter auf. Lieferengpässe und den zunehmenden Wettbewerb mit großen fossilen Energieunternehmen wie RWE oder BP, die verstärkt auf den Erneuerbare-Energien-Markt drängen, managt Ørsted bislang gut.

Die Aktie ist nach den deutlichen Korrekturen der letzten Jahre mit einem aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 18 nicht zu hoch bewertet für einen Einstieg. Hinzu kommt die ordentliche Dividendenrendite von 2,2 Prozent. In diesem Jahr könnte der Aktienkurs noch weiter sinken, weil vor allem hohe Materialkosten die Gewinnmargen drücken. Auf lange Sicht stehen die Chancen aber gut, dass der Kurs wieder spürbar steigt. Die Ørsted-Anleihen schätzt ECOreporter ebenfalls als solide Investments ein.

Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Die besten Windaktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnt.

Ørsted A/S: 

Verwandte Artikel

27.11.23
 >
15.02.23
 >
01.02.23
 >
26.04.24
 >
19.04.24
 >
Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x