Yieldcos sind Grünstromproduzenten mit hoher Dividendenausschüttung. Bei welchen Aktien lohnt sich derzeit der Einstieg? / Foto: Pixabay

  Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie

Grüner Strom und hohe Dividenden: Das bieten die besten Yieldco-Aktien

Hohe Dividenden, überschaubare Risiken und ein Beitrag zur Energiewende: Können die sogenannten Yieldco-Aktien das alles bieten? ECOreporter analysiert hier die hierzulande recht unbekannten Wertpapiere.

Der Begriff Yieldco setzt sich aus den englischen Begriffen "Yield" (Ertrag) und "Company" (Firma) zusammen. Verwendet wird er vor allem im angelsächsischen Raum für börsennotierte Firmen, die sich allein auf die Stromproduktion konzentrieren und einen großen Teil ihrer Gewinne an die Aktionäre ausschütten.

ECOreporter hat aus seiner Sicht besonders interessante Yieldcos herausgesucht und näher betrachtet. Auch deutsche Anlegerinnen und Anleger können hier investieren. Wobei allerdings steuerliche Richtlinien zu beachten sind. Yieldcos mit Atomgeschäft wie NextEra Energy aus den USA und Brookfield Renewable Partners aus Kanada bleiben in diesem Überblick außen vor.

Auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern gibt es Unternehmen, die auf die Erzeugung von grünem Strom spezialisiert sind, etwa 7C Solarparken aus Bayreuth, PNE aus Cuxhaven oder Ørsted aus Dänemark. Diese Unternehmen sind allerdings keine Yieldcos. Mehr zu ihnen lesen Sie in den ECOreporter-Überblicken Das sind die besten Windaktien und Das sind die besten Solaraktien.

Folgende Yieldco-Aktien hat ECOreporter auf mögliche Einstiegsmöglichkeiten geprüft:

  • Clearway Energy
  • Greencoat Renewables
  • Greencoat UK Wind
  • Northland Power

Yieldcos sind oft Abspaltungen großer Stromversorger und haben sich auf den Betrieb von Solar-, Wind- und Wasserkraftwerken spezialisiert. Meist erwerben sie bereits fertiggestellte Erneuerbare-Energien-Kraftwerke. Einnahmen erzielen sie schlicht durch den Verkauf des grünen Stroms. Also: kein Risiko in der Projektentwicklung, dafür oft garantierte Einspeisevergütungen oder langjährige Verträge mit Großabnehmern (sogenannte Power Purchase Agreements, PPAs). Das ergibt langfristig kalkulierbare Einnahmen.

(Fast) nichts außer grünem Strom

Yieldcos sind trotz der hohen Dividenden ganz gewöhnliche Aktiengesellschaften – ohne Steuererleichterungen oder Mindestausschüttungsquoten, die beispielsweise für Real Estate Investment Trusts, sogenannte REITs, vorgeschrieben sind. Sie bieten ein einziges Produkt an: Strom. Dieser ist bei den von ECOreporter ausgewählten Unternehmen überwiegend grün, teils betreiben die Firmen noch Erdgaskraftwerke. Darauf weist die Redaktion an entsprechender Stelle hin.

Yieldcos tragen also kein Projektentwicklungsrisiko, sie haben auch kein Marketing nötig. Strom wird gebraucht, fertig. Und grüner Strom wird besonders gebraucht. Zudem fallen für ein Yieldco weitere Aufgaben weg, die normalerweise schwierig sind. Der Einkauf etwa. Denn Sonne und Wind gibt es immer noch kostenlos. Wartungsarbeiten sind auch bei Solar- und Windkraftwerken durchzuführen, aber eine Raketenwissenschaft ist das nicht. Meist schließt man einen Standardvertrag mit dem Hersteller oder einer Servicegesellschaft. Da die Dividende im Fokus steht, liegt ein besonderes Augenmerk bei der Einschätzung der Unternehmen auf der erwarteten Dividendenrendite, ECOreporter erklärt diese Kennzahl hier genauer.

Ein Problem für deutsche Anlegerinnen und Anleger ist bei einigen Yieldcos die Quellensteuer auf Dividendenzahlungen – deren Erstattung zu erwirken, ist oft mühselig und klappt manchmal gar nicht. Allerdings will die EU das Verfahren vereinfachen, mehr dazu lesen Sie hier.

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