Foto: Ulrich Mertens, Nordex / Das Bild zeigt eine Windkraftanlage von Nordex. Das Unternehmen hat im ersten Halbjahr 2025 mehr Aufträge verbucht.

  Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie

Nordex erhält deutlich mehr Aufträge im zweiten Quartal

Der Hamburger Windturbinenhersteller Nordex hat im zweiten Quartal 2025 deutlich mehr Bestellungen als im Vorjahr erhalten. Gleichzeitig waren auch die Preise höher.

Wie das Unternehmen mitteilte, stiegen die Aufträge zwischen April und Juni gegenüber dem Vorjahr um 82 Prozent auf 2.310 Megawatt (MW). In den ersten sechs Monaten kletterten die Bestellungen von 3.357 MW (2024) auf 4.492 MW.

Höhere Verkaufspreise

Zudem konnte Nordex mehr Geld verlangen. Im ersten Halbjahr 2025 lag der Verkaufspreis bei durchschnittlich 0,92 Millionen Euro pro Megawatt Leistung gegenüber 0,89 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

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Zwischen April und Juni 2025 bestellten Kunden bei Nordex insgesamt 350 Windenergieanlagen für Projekte in neun Ländern. Die stärksten Einzelmärkte waren laut Unternehmen Deutschland, die Türkei sowie Lettland. Eine Reihe von Aufträgen hatte Nordex noch kurz vor Ende des zweiten Jahresviertels erhalten.

Der hohe Auftragseingang bei stabilen Preisen zeige "die Stärke unseres Geschäftsmodells und der von uns eingeschlagenen strategischen Richtung", so Nordex-Chef José Luis Blanco. "Mit Blick nach vorn konzentrieren wir uns weiterhin auf unsere Kernmärkte und sind sehr zuversichtlich, dass wir diesen positiven Trend beibehalten können."

Die Nordex-Aktie reagierte positiv auf die Zahlen, im Xetra-Handel ist sie aktuell 4,2 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 19,50 Euro (Stand: 10.7.2025, 9:17 Uhr). Im Monatsvergleich notiert die Aktie 11,3 Prozent im Plus, auf Jahressicht hat sie 50 Prozent an Wert gewonnen.

Die Nordex-Aktie notiert aktuell auf dem höchsten Stand seit 2021. Seit Jahresbeginn ging es für den Kurs steil aufwärts. Auch operativ gibt es Fortschritte: 2024 erzielte Nordex erstmals seit sechs Jahren wieder einen Gewinn. Auch im ersten Quartal 2025 verbesserten sich die Margen. Dennoch rät ECOreporter zur Vorsicht bei der Aktie.

Schwankungsanfällige Aktie

Historisch gesehen schwankt der Nordex-Kurs stark. Seit dem Börsenstart Anfang des Jahrtausends zeigt sich immer wieder das Muster, dass die Aktie deutlich an Wert gewinnt, um anschließend wieder einzubrechen, eine Weile zu stagnieren und den Zyklus dann zu wiederholen. Das letzte Mal legte die Aktie nach längerer Durststrecke 2021 deutlich zu, gab die Gewinne bis Mitte 2022 wieder fast vollständig ab und bewegte sich bis Anfang 2025 im Wesentlichen seitwärts.

Auch im Tagesgeschäft erlebte Nordex mehrfach Rückschläge. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie ist mit 27 für 2025 nicht niedrig. Defensive Anlegerinnen und Anleger sollten trotz der zuletzt guten Nachrichten abwarten, wie sich die Geschäfte des Konzerns entwickeln, aktuell insbesondere bei den Anlageninstallationen und beim Umsatz.

Nordex SE:  ISIN DE000A0D6554 / WKN A0D655

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