Die Nvidia-Aktie hat in den letzten fünf Jahren mehr als 1.000 Prozent an Wert gewonnen. / Foto: Pixabay

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Nvidia darf wieder Chips in China verkaufen

Der US-Chipentwickler Nvidia darf seine H20-Chips für Künstliche Intelligenz (KI) wieder in China verkaufen. Zuvor hatten sich die USA und die Volksrepublik im Handelsstreit geeinigt.

"Die US-Regierung hat uns Genehmigungen erteilt, Lizenzen für die Auslieferung von H20 zu beantragen", sagte Nvidia-Chef Jensen Huang Berichten zufolge vor chinesischen Journalisten. Nvidia werde daher wieder anfangen, H20-Chips in China zu verkaufen.

USA und China nähern sich an

Nvidia hat den H20 speziell für den chinesischen Markt entwickelt. Es handelt sich um eine in der Leistung gedrosselte Version von Nvidias regulären KI-Chips, in Einklang mit den US-Exportbeschränkungen für die Volksrepublik. Nach einer weiteren Verschärfung der Exportvorgaben hatte es einen monatelangen Verkaufsstopp gegeben.

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Die USA und China hatten zuvor erklärt, sich im Handelsstreit geeinigt zu haben. Beide Seiten wollen demnach gegenseitige Beschränkungen mindern. Details der Vereinbarung sind allerdings weiterhin unbekannt.

Die Vereinigten Staaten hatten vor allem gefordert, dass die Volksrepublik ihre Ausfuhrkontrollen bei Seltenen Erden lockert – diese sind wichtig für die Industrie. Im Gegenzug verlangte China, dass die Vereinigten Staaten wieder den Export wichtiger Technologien erlauben.

Die H20-Chips waren seit April mit Exportbeschränkungen belegt. Ein schwerer Schlag für Nvidia: China bleibt ein wichtiger Markt für den Konzern, bislang hat man H20-Chips im Wert von 4,5 Milliarden Dollar verkauft. Zwar hatte Nvidia erklärt, erneut einen Chip speziell für China entwickeln zu wollen, gleichzeitig aber betont, dabei ganz neu anfangen zu müssen – ein weiteres Drosseln des H20 sei technisch nicht möglich.

Bereits Trumps Vorgänger Joe Biden hatte die Ausfuhr von Hightech-Produkten wie KI-Chips nach China mit Beschränkungen belegt und diese schrittweise verschärft. Die USA möchten insbesondere verhindern, dass die Volksrepublik Zugang zu leistungsfähigen Chips bekommt, um diese militärisch zu nutzen.

Aktie auf Rekordniveau

Der Nvidia-Kurs profitiert von der Neuigkeit: Die Aktie ist im Tradegate-Handel 3,4 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 145,42 Euro (Stand: 15.7.2025, 9:24 Uhr). Im Monatsvergleich legte die Aktie 16,1 Prozent zu, auf Jahressicht stieg der Kurs um 23,5 Prozent.

Nvidia hatte in der vergangenen Woche als weltweit erster Konzern bei der Bewertung an der Börse die Marke von 4 Billionen US-Dollar geknackt. Das Unternehmen profitiert wie kein zweites von der hohen Nachfrage nach Hochleistungschips für KI-Anwendungen. Gleichzeitig hat die Hoffnung auf eine Entspannung zwischen den USA und China bereits in den letzten Wochen den Nvidia-Kurs beflügelt. Auf fünf Jahre gesehen gewann die Aktie mehr als 1.000 Prozent an Wert.

ECOreporter rät trotz des enormen Erfolgs der Aktie nicht zum Einstieg. Der Kurs ist nach Einschätzung der Redaktion mittlerweile überhitzt, die Aktie jetzt noch zu kaufen sehr riskant. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2025 liegt trotz der herausragenden Gewinne des Konzerns bei hohen 54.

Nvidia Corp.:  ISIN US67066G1040 / WKN 918422

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