Zentrale von Procter & Gamble in Cincinnati. Die Aktie des Konzerns hat sich gut entwickelt / Foto: P&G

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Procter & Gamble zahlt Fahrten zu Abtreibungskliniken

Der Konsumgüterriese Procter & Gamble hat die Gesundheitspolicen für seine Angestellten in den USA erweitert. Hintergrund ist offenbar die umstrittene Entscheidung des US Supreme Court, das Verfassungsrecht auf Schwangerschaftsabbrüche für nichtig zu erklären.

In den USA sind Angestellte oft über ihre Arbeitgeber krankenversichert. Procter & Gamble hat in seinen Policen jetzt festgeschrieben, dass Kosten für Fahrten übernommen werden, wenn eine Behandlung in einem Radius von 50 Meilen um den Wohnort nicht möglich ist. Darunter fallen in vielen Fällen Schwangerschaftsabbrüche, seit mehrere US-Bundesstaaten den Großteil der Abtreibungen mit Verweis auf das Urteil des Supreme Court verboten haben oder entsprechende Verbote planen.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg nannte ein Sprecher von Procter & Gamble das Thema Schwangerschaftsabbrüche zwar nicht beim Namen, sagte aber zur Erweiterung der Gesundheitspolicen: „Eine Reihe von externen Faktoren erschweren in den USA zunehmend den Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen.“

Geschäftlich steht Procter & Gamble gut da. Im ersten Quartal des Kalenderjahres 2022 stiegen Umsatz und Gewinn, Ende April erhöhte der Konzern seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr (ECOreporter berichtete hier).

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