Solaranlage von Ranft. Die Unternehmensgruppe plant weitere Solarprojekte im mehreren Ländern. / Foto: Ranft

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Ranft Gruppe plant Solarprojekte – können Anlegerinnen und Anleger investieren?

Der Nationalrat in Österreich hat am Mittwoch das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) beschlossen. Profitiert die Bad Mergentheimer Ranft Gruppe davon? Auch in den Ranft-Märkten Deutschland und Italien gibt es Neuigkeiten. Derzeit können Anlegerinnen und Anleger über eine Anleihe und Nachrangdarlehen in Unternehmen der Ranft-Gruppe investieren.

Das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz legt die Rahmenbedingungen für den Ökostromausbau in Österreich in den nächsten zehn Jahren fest. Nach Angaben des Österreichischen Rundfunks (ORF) wird des EAG nächste Woche im Bundesrat behandelt und kann auch dort beschlossen werden. Parallel zum Beschluss läuft nach ORF-Angaben der Notifizierungsprozess mit der EU-Kommission für alle Teile, bei denen das notwendig ist, zum Beispiel Förderungen über Marktprämien. Ziel des EAG ist es, dass Österreichs Strombedarf bis zum Jahr 2030 rein rechnerisch zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden kann.

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Ranft in Österreich aktiv

Die Ranft Gruppe hat inzwischen auch in Österreich ein Mitarbeiterteam aufgebaut. Die Ranft Gruppe in Österreich hat laut dem „Ranft Report 2 2021“ (erstellt am 21.6.2021) Fördermittel für Solarprojekte mit insgesamt 24 Megawatt (MW) Nennleistung beantragt. Um die Ziele des EAG zu erreichen, plant Österreich laut Ranft-Report, den Ausbau der Energie-Produktion mit Photovoltaik um zusätzliche 11.000 MW nahezu zu verzehnfachen. Der jährlich geplante Ausbau werde daher bei 1.100 MW liegen.

Ranft hat laut Report-Angaben in der aktuellen Projektliste für Österreich 128 Megawattpeak (MWp) stehen. Zwei konkrete Photovoltaik-Projekte mit einem Volumen von 3,5 MWp und 8 MWp befinden sich laut Ranft-Report in der Endverhandlung. Auf Nachfrage von ECOreporter erläutert Geschäftsführer Michael Ranft, dass der überwiegende Anteil der aktuellen Ranft-Projekte in Österreich nicht abhängig vom EAG ist, sondern der Strom über langjährige Abnahmeverträge an Direktabnehmer geliefert werden soll.

Neue Chancen für Solarprojekte in Italien?

In Italien soll laut Ranft-Report ein Dekret von Ende Mai 2021 das Erlangen von Baugenehmigungen für Solaranlagen vereinfachen. Die Ranft Gruppe prüft laut Report derzeit ein Portfolio von ca. 400 Hektar Industrie- und Gewerbefläche im Norden Italiens, welches die neuen Voraussetzungen in Italien erfüllen würde.

Angebote von Ranft Invest und Ranft Energie

Ist es geplant, dass die Ranft Invest GmbH und/oder die Ranft Energie GmbH in eines oder mehrere der geplanten Projekte in Italien und/oder Österreich investieren werden? Nach Angaben von Michael Ranft ist „das grundsätzlich für beide Länder angedacht“.

Die Ranft Invest GmbH bietet derzeit eine Anleihe an, die auch an der Börse Frankfurt handelbar ist und aktuell bei rund 100 Prozent, also ihrem Nennwert notiert. ECOreporter hat das Anleiheangebot in einem ECOanlagecheck analysiert.

Die Ranft Energie GmbH hatte die Nachrangdarlehen „Ranft Energie 2019“ angeboten, die ECOreporter in einem ECOanlagecheck vor rund anderthalb Jahren untersucht hat. Derzeit ist auf der Internetseite der Ökodirekt GmbH das nicht öffentliche Nachrangdarlehensangebot „Ranft Beteiligungen 2021“ der Ranft Energie GmbH aufgeführt.

Die Ranft Energie GmbH wird nach Angaben von Michael Ranft auch einen Teil des Stroms für die Erzeugung des grünen Wasserstoffs innerhalb des Modellprojekts Bad Langensalza liefern. Die Solarpark Bad Langensalza in Thüringen hat eine Nennleistung von 9,25 MW und ist im zweiten Quartal 2021 in Betrieb gegangen.

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