Fertigung bei Meyer Burger in der Schweiz: Enttäuschende Zielvorgaben fürs neue Jahr setzen der Aktie zu. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien

Rote Zahlen - Aktie von Meyer Burger stürzt ab

Meyer Burger Technology erwartet 2018 eine wachsende Dynamik - doch das reicht Anlegern nicht. Die neuen Geschäftszahlen enttäuschten. 

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Das Technologie-Unternehmen aus Thun (Schweiz) verspricht sich vom Trend zu immer effizienteren Solarenergie-Systemen "großartige Möglichkeiten".

Auch wenn das Jahr 2018 eher verhalten beim Auftragseingang gestartet ist, plant Meyer Burger einen Umsatz von 450 bis 500 Millionen Schweizer Franken (CHF), das sind zwischen 385 und 427 Millionen Euro. 2017 lag der Umsatz bei 473,3 Millionen CHF (404,5 Millionen Euro), ein Plus von 4 Prozent. 

Der Solarzulieferer erwartet in diesem Jahr zudem eine EBITDA-Marge von rund 10 Prozent. Allerdings war der Auftragseingang in den ersten beiden Monaten 2018 noch schleppend.

2017: Mehr Aufträge, mehr Cashflow - aber rote Zahlen

Doch zunächst ein Blick auf die Zahlen zum Geschäftsjahr 2017. Positiv ist, dass die Schweizer Josten reduziert haben und so den operativen Cashflow deutlich steigern konnten. Nach 2,6 Millionen CHF im Jahr 2016 waren es in 2017 rund 12,8 Millionen CHF, knapp 11 Millionen Euro.

Gut auch die Entwicklung beim Auftragseingang: Meyer Burger konnte Order in Höhe von 560,7 Millionen CHF (481 Millionen Euro) hereinholen, im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 23 Prozent. Der Auftragsbestand betrug zum Jahresende 343,8 Millionen CHF bzw. 295 Millionen Euro, nach 244,5 Millionen zum Vorjahresstichtag.

Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, und Abschreibungen) lag bei 12,4 Millionen CHF, auf bereinigter Basis bei 46,5 Millionen. Dagegen war das Nettoergebnis im roten Bereich: Mit minus 79,3 Millionen CHF - bereinigt minus 3,1 Millionen - war es aber deutlich besser als 2016. Damals belief sich das Minus auf 97,1 Millionen oder bereinigt minus 55,3 Millionen CHF.

Kosten gesenkt, Jobs gestrichen 

Das Unternehmen hat seine Betriebsausgaben in den vergangenen 18 Monaten durch ein Kostensenkungsprogramm reduziert. Ferner verkaufte Meyer Burger die Diamantdrahtproduktion, schloss eine Produktionsstätte und reorganisierte/optimierte den Standort Thun (wir berichteten).

Zum Jahresende 2017 hatte Meyer Burger 1.276 Angestellte auf der Lohnliste, im Jahr zuvor waren es noch 1.505.

Aktienkurs brach bisher zweistellig ein

An der Börse zeigt sich keinerlei Begeisterung für das Zahlenwerk. Die Aktie des Schweizer Unternehmens gab im laufenden Vormittagshandel bei Tradegate bisher rund 24 Prozent ab und kostet aktuell nur noch 1,11 Euro (Stand: 22.3., 11:48 Uhr).

ECOreporter.de rät seit 2015 davon ab, in das Unternehmen zu investieren.

Meyer Burger Technology AG: ISIN / WKN A0YJZX

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