SFC Energy kommt besser durch die Krise als befürchtet – macht aber mehr Verlust. / Foto: Unternehmen

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Wasserstoff-Unternehmen SFC Energy: Weniger Umsatz, aber krisenfester als befürchtet

Der deutsche Brennstoffzellenhersteller SFC Energy hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs 2020 unter den Auswirkungen der Corona-Krise gelitten. Insgesamt zeigte das Unternehmen aus Brunnthal bei München sich aber krisenfester als befürchtet.

In den Monaten Januar bis September 2020 verzeichnete der SFC-Konzern demnach wegen der Corona-Pandemie im Vergleich zur Vorjahresperiode einen Umsatzrückgang von 10,4 Prozent auf 39,2 Millionen Euro. Auch im dritten Quartal 2020 lag der Gruppenumsatz mit 11,5 Millionen Euro 9,5 Prozent unter dem Umsatz des Vorjahresquartals.

In den ersten neun Monaten 2020 machte SFC Energy insgesamt einen Verlust von 3,8 Millionen Euro nach einem Verlust von rund 3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Entsprechend belief sich der Verlust je Aktie (unverwässert und verwässert) auf 0,30 Euro (2019: Verlust von 0,27 Euro).

Weniger Umsatz, mehr Aufträge

Die aus der Umsatzentwicklung resultierende Bruttomarge der Gruppe (Bruttoergebnis in Prozent der Umsatzerlöse) blieb im Berichtszeitraum mit 33,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (33,1 Prozent) stabil. Im dritten Quartal erhöhte sich die Bruttomarge der Gruppe auf 36,9 Prozent (drittes Quartal 2019: 32,3 Prozent). Sowohl die Inanspruchnahme von staatlichen Unterstützungsleistungen in Kanada und den Niederlanden sowie der Corona-bedingte Rückgang von Reise- und Marketingkosten als auch ergriffene Maßnahmen zur Kostenoptimierung wirkten dem Rückgang des Bruttoergebnisses entgegen.

Die pandemiebedingten Verzögerungen in den einzelnen Zielmärkten, teilweise geschlossene Produktionsstätten der SFC Energy-Kunden sowie starke Einschränkungen im Vertrieb belasteten laut Unternehmen die Geschäftsentwicklung in den Segmenten Oil & Gas, Industry sowie Defense & Security deutlich. 

Die starke Umsatzentwicklung im Segment Clean Energy & Mobility hingegen konnte mit einem Plus von 84,6 Prozent die hohe Dynamik des Vorjahres nochmals steigern und den Umsatzrückgang der anderen Segmente zu einem erheblichen Teil reduzieren. Besonders erfreulich aus Sicht des Konzerns: Der Auftragsbestand stieg um 26,4 Prozent auf rund 13 Millionen Euro.

Lohnt sich die Aktie?

Im Tradegate-Handel liegt die SFC Energy-Aktie aktuell bei 14,76 Euro und damit 0,8 Prozent im Minus zum Freitag (Stand: 16.11.2020, 8:54 Uhr). Im Monatsvergleich ist die Aktie 2,1 Prozent im Minus, auf Jahressicht hat sie 44,5 Prozent an Wert verloren.

ECOreporter rät auch risikobereiten Anlegerinnen und Anlegern von einem Einstieg in die SFC Energy-Aktie ab. Das Unternehmen muss erneut gestiegene Verluste vermelden, weiterhin ist völlig unklar, ob und wann sich die Brennstoffzellentechnologie am Massenmarkt durchsetzen kann – aller Euphorie um das Thema Wasserstoff zum Trotz.

ECOreporter hat SFC Energy hier ausführlich vorgestellt.

Eine ausführliche aktuelle Einschätzung von Unternehmen aus der Wasserstoff-Branche lesen Sie hier.

SFC Energy AG  ISIN DE0007568578 / WKN 756857

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