Solar-Nachführsystem von Nextracker. Die Aktie des Unternehmens hat seit Februar 25 Prozent an Wert gewonnen. / Foto: Nextracker

  Nachhaltige Aktien

Solar-Geheimtipp Nextracker: Immer der Sonne nach

Solarmodule so ausrichten, dass sie möglichst viel Sonnenlicht einfangen – das ist das Geschäftsmodell von Nextracker. Das US-Unternehmen gilt als Weltmarktführer in seinem Bereich und hat in einem schwierigen Finanzmarktumfeld einen erfolgreichen Börsenstart hingelegt. Wie attraktiv ist die Aktie?

In modernen großen Solarparks sind die Solarmodule häufig nicht starr montiert, sondern auf beweglichen Ständern (sogenannten Nachführsystemen) befestigt. Dadurch können sie jederzeit optimal zum Sonnenstand gedreht werden und erzeugen mehr Strom – Nextracker zufolge bis zu 6 Prozent.

Nextracker wurde 2013 gegründet und ist nach eigenen Angaben seit 2015 Weltmarktführer bei einachsigen Nachführsystemen, also Ständerkonstruktionen, die sich entweder vertikal oder horizontal bewegen lassen. Die kleinen Elektromotoren, die dafür nötig sind, können direkt mit dem erzeugten Strom oder über einen Netzanschluss betrieben werden.

Das bekannteste System von Nextracker, NX Horizon, ist für Solarparks mit 78 bis 90 Solarmodulen je Reihe ausgelegt. Jede Reihe kann per Computer individuell geneigt werden, um Überschattungen mit anderen Reihen zu verhindern – besonders wichtig bei Solarparks, die nicht auf ebener Fläche errichtet sind. Wettersensoren sorgen für eine möglichst effiziente Ausrichtung der Module und lassen sie einklappen, wenn der Wind zu stark weht. Das System eignet sich laut Nextracker für fast alle gängigen Modultypen und auch für bifaziale Anlagen wie beispielsweise Solarzäune, bei denen Vorder- und Rückseiten der Module mit Solarzellen bestückt sind.

30 Prozent Weltmarktanteil

Nextracker hat bislang eigenen Angaben zufolge auf sechs Kontinenten Nachführsysteme für Solarparks mit einer Gesamtkapazität von mehr als 75 Gigawatt ausgeliefert. Neben der Hardware bietet das Unternehmen auch die Steuersoftware und Wartungsdienstleistungen an. Branchenbeobachter schätzen den weltweiten Marktanteil von Nextracker auf etwa 30 Prozent. Zu den größten Kunden gehören die Energiekonzerne NextEra Energy (USA), EDP Renováveis (Portugal/Spanien) und enel (Italien).

Ende März 2023 beschäftigte Nextracker mehr als 600 Menschen an acht Standorten in Nord- und Südamerika, Europa, Asien und Australien. Die Hälfte der Belegschaft arbeitet in den USA, ein Drittel in Indien. Die Hardware für die Nachführsysteme liefern mehr als 60 Partnerunternehmen aus 19 Ländern meist direkt an die Solarparks. Dadurch fallen kaum Lagerkosten an. Nextracker selbst kümmert sich vor allem um die Steuersoftware und Service-Dienstleistungen.

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