Nachhaltiges Anlegen liegt auch bei professionellen Investoren im Trend. / Foto: Pixabay

07.09.20 Meldungen , Institutionelle / Anlageprofis

Studie: Institutionelle Investoren in Deutschland achten vermehrt auf Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeitskriterien werden von 80 Prozent der institutionellen Investoren in Deutschland bei der Kapitalanlage berücksichtigt. Das zeigt eine Markterhebung von Union Investment unter 166 institutionellen Anlegern. Viele Investoren sehen demnach deutliche Vorteile durch die Beachtung von mehr Nachhaltigkeit.

Bei den Mitteln zur Auswahl nachhaltiger Anlagen dominieren laut der Studie Ausschlusskriterien mit 92 Prozent. Gegen einen kategorischen Ausschluss von Transformationsunternehmen sprechen sich allerdings drei Viertel der Befragten aus. Obwohl der aktive Dialog mit Unternehmen von 57 Prozent der Investoren als ein besonders wirksames Instrument bewertet wird, um Nachhaltigkeitspräferenzen auch langfristig durchzusetzen, greift nur ein Drittel der Anleger auf Engagement als Strategie zurück.

Knapp mehr als die Hälfte der Großanleger, die Nachhaltigkeitskriterien im Anlageprozess berücksichtigen, zeigt sich mit nachhaltigen Investments zufrieden oder außerordentlich zufrieden. Knapp drei Viertel der sowohl nachhaltig als auch konventionell anlegenden Investoren gaben an, dass sich die Rendite nachhaltiger gegenüber konventionellen Portfolios ähnlich oder besser entwickelt hat. Zudem sehen 71 Prozent der Befragten nachhaltige Portfolios unter Risikogesichtspunkten (bei einer ähnlichen Renditeentwicklung) gleichauf oder sogar im Vorteil.

Höherer CO2-Preis gefordert

Dass Klimarisiken noch nicht genügend eingepreist sind, ist die Ansicht von 92 Prozent der Investoren. Die geplante CO2-Bepreisung im Rahmen des deutschen Klimapakets von 25 Euro pro Tonne halten 72 Prozent für zu gering. Im Durchschnitt werden CO2-Preise von 63 Euro pro Tonne als eher angemessen gesehen. Die große Mehrheit der Investoren (83 Prozent) erwartet, dass das Volumen nachhaltiger Geldanlagen zukünftig stark steigen wird, das sind 14 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

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