Suez wehrt sich gegen eine Übernahme durch den Konkurrenten Veolia. / Foto: Suez

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Suez: Mehr Geld für Aktionäre soll Übernahme verhindern

Der französische Abfall- und Wassermanagementkonzern Suez verspricht seinen Aktionären, Gewinne und die Auszahlungen durch schnellere Verkäufe von Vermögenswerten und Kostensenkungen zu steigern. Damit will das Unternehmen weiter eine Übernahme durch seinen französischen Konkurrenten Veolia verhindern.

Veolia will einen Anteil von 29,9 Prozent an Suez für 2,9 Milliarden Euro vom französischen Energieversorger Engie SA kaufen, der erste Schritt zur vollständigen Übernahme der Kontrolle. Suez lehnte den Plan ab und hat an Alternativvorschlägen gearbeitet, um unabhängig zu bleiben. Das Angebot von Veolia läuft Ende des Monats aus, Engie hat Suez mitgeteilt, dass die Zeit abläuft.

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Suez werde so schnell wie möglich eine Sonderdividende oder einen Aktienrückkauf in Höhe von mindestens 1 Milliarde Euro auflegen, spätestens in der ersten Hälfte des nächsten Jahres, teilte das Unternehmen am Dienstag in einer Erklärung mit.

Es werde im Jahr 2021 eine reguläre Dividende von 0,65 Euro pro Aktie zahlen, die 2022 auf 70 Euro-Cent ansteigen werde. Weitere 1 Milliarde Euro "können für weitere Investitionen verwendet werden" oder stellen "eine zusätzliche außerordentliche Rendite für die Aktionäre dar", sagte Suez.

Das Unternehmen, das in den vergangenen zwei Monaten rund 2 Milliarden Euro an Vermögensverkäufen angekündigt hat, befindet sich in fortgeschrittenen Gesprächen über eine zweite Veräußerungswelle. Es wird sein Ziel von Verkäufen in Höhe von 4 Milliarden Euro Anfang nächsten Jahres erreicht haben, sagte Finanzvorstand Julian Waldron am Dienstag in einer Telefonkonferenz.

Die Suez-Aktie steht an der Heimatbörse Euronext in Paris derzeit bei 14,87 Euro (Stand: 22.9.2020, 9:46 Uhr). Auf Monatssicht liegt die Aktie 25,7 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 3,9 Prozent an Wert gewonnen.

Die Veolia-Aktie notiert an der Euronext derzeit bei 18,30 Euro (Stand: 22.9.2020, 9:46 Uhr). Im Monatsvergleich liegt die Aktie 3,3 Prozent im Minus, auf Jahressicht hat die Aktie 18,4 Prozent an Wert verloren.

ECOreporter hat unter anderem hier über Veolia und Suez berichtet. Beide Aktien waren schon vor Veröffentlichung der Übernahmepläne nicht günstig bewertet. Zudem könnte es zu deutlichen Kursverlusten kommen, falls die Übernahme nicht zustande kommen sollte. Die Redaktion rät derzeit bei beiden Aktien von einem Einstieg ab.

Lesen Sie auch den ECOreporter-Überblick zu den Wasserversorger-Aktien.

Veolia Environnement S. A.: ISIN FR0000124141 / WKN 501451

Suez S.A.:

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