ECOanlagecheck, Aktien, Darlehen und anderes

Unabhängige Analyse: Das Nachrangdarlehen „Energieversorgung Deutschland“ von Luana Capital im ECOanlagecheck

Im Rahmen der Vermögensanlage „Energieversorgung Deutschland“ plant Luana, in klimafreundliche Projekte zur dezentralen Energieversorgung von Immobilien zu investieren. Insbesondere Wärmepumpen kombiniert mit Solaranlagen und Batteriespeichern sind vorgesehen. Zudem ist beabsichtigt, Blockheizkraftwerke zu erwerben und zu betreiben.

Erlöse sollen hauptsächlich aus dem Verkauf von Strom und Wärme direkt am jeweiligen Standort der ökologischen Energieanlagen erzielt werden. Anlegerinnen und Anleger können das Nachrangdarlehen ab 10.000 Euro plus 3 Prozent Agio zeichnen. Der Zinssatz beträgt 5 Prozent pro Jahr. Der ECOanlagecheck analysiert die grüne Geldanlage.

Die Emittentin des Nachrangdarlehens, die LCF Blockheizkraftwerke Deutschland 8 GmbH, plant laut Prospekt, der im ersten Halbjahr erstellt und im Juli 2021 gebilligt wurde, schwerpunktmäßig in Blockheizkraftwerke (BHKW) zu investieren. Nun gibt es aber neue Rahmenbedingungen durch das im Juni 2021 geänderte Klimaschutzgesetz und das Gebäudeenergiegesetz von Ende 2020. Daher geht die Emittentin inzwischen nach eigenen Angaben davon aus, zu ungefähr zwei Drittel in Projekte mit Kombinationen aus Wärmepumpe, Photovoltaikanlage (im Folgenden: Solaranlage) und Batteriespeicher zu investieren und zu einem Drittel in BHKW-Projekte (Stand: 8. September 2021).

Je nach Konzept eines Projektes können weitere Technologien zum Einsatz kommen. Das können laut Prospekt Solarthermieanlagen, Kälteanlagen, Brennstoffzellen und dezentral installierte (kleine) Windenergieanlagen sein. Die Vermögensanlage „Energieversorgung Deutschland“ ist als Blindpool konzipiert, so dass die konkreten Investitionen der Emittentin noch nicht feststehen. Nach Angaben der Emittentin befinden sich verschiedene mögliche Projekte in der Prüfung.

Die Nachrangdarlehen der Emittentin bieten einen Zins von 5,0 Prozent pro Jahr bei einer Mindestlaufzeit bis zum 30. September 2027. Sowohl die Anlegerinnen und Anleger als auch die Emittentin können die Nachrangdarlehen – erstmals zum Ablauf der Mindestlaufzeit – mit einer Frist von zwölf Monaten kündigen. Die Nebenkostenquote der Emission beträgt laut Prospekt insgesamt rund 14 Prozent des Nachrangdarlehens-Kapitals bei dem geplanten Emissionsvolumen von 10 Millionen Euro. Die fixen Nebenkosten, die in der Höhe unabhängig vom Platzierungsvolumen sind, betragen laut Prospekt rund 400.000 Euro.

Unternehmensprofil LCF Blockheizkraftwerke Deutschland 8


Geschäftsführende Gesellschafter sind Marc Banasiak und Marcus Florek. / Foto: Unternehmen

Emittentin des Nachrangdarlehens ist die im Februar 2021 gegründete LCF Blockheizkraftwerke Deutschland 8 GmbH aus Hamburg. Sie ist eine vollständige Tochtergesellschaft der Luana Asset GmbH, die ihrerseits eine Tochter der Luana AG aus Hamburg ist. Zur Luana AG gehört auch die Luana Capital New Energy Concepts GmbH, die als Anbieterin des Nachrangdarlehens fungiert. Die Luana AG gehört zur M&M Holding GmbH, deren geschäftsführende Gesellschafter (jeweils 50 Prozent) Marc Banasiak (Jahrgang 1977) und Marcus Florek (Jahrgang 1976) zusammen auch die Geschäftsführung der Emittentin und der Anbieterin bilden.

Die 2008 gegründete Anbieterin Luana Capital New Energy Concepts GmbH hat im Bereich BHKW bislang vier geschlossene Publikumsbeteiligungen auf den Markt gebracht. Die ersten beiden BHKW-Beteiligungen sind bereits (vorzeitig) beendet. Sie verliefen aufgrund unterschiedlicher Probleme – zu wenig Kapital platziert (BHKW 1), Rechtsstreit mit (ehemaligem) Vertragspartner (BHKW 2) – nicht plangemäß. Trotzdem erhielten die Anleger laut Leistungsbilanz jeweils mehr Kapital (118 Prozent bzw. 114 Prozent) zurück als sie eingezahlt hatten. Die noch laufenden Beteiligungen BHKW 3 und BHKW 4 liegen derzeit laut Leistungsbilanz bei den Ausschüttungen unter Plan. Die Zinsen bei den Nachrangdarlehen BHKW 5 bis BHKW 7 sind nach Angaben der Anbieterin bislang plangemäß gezahlt worden.

Die Luana-Gruppe hat nach eigenen Angaben seit 2008 deutschlandweit mehr als 100 BHKWe realisiert. In den vergangenen Jahren hat die Luana-Gruppe weitere Kompetenzen aufgebaut, so dass sie im Rahmen der Projektrealisierung verschiedene Aufgaben selbst übernehmen kann. Verschiedene Tochtergesellschaften der Luana AG decken die Bereiche Planung und Betriebsführung sowie Bau und Wartung von Energieerzeugungsanlagen und die Finanzierung ab. Die Emittentin hat mit der Anbieterin einen Geschäftsbesorgungsvertrag abgeschlossen. Dieser umfasst neben der Kapitalvermittlung auch die Projektentwicklung und -planung und die Betriebsführung der Energieanlagen und das langfristige Management. Eigene Mitarbeiter neben den Geschäftsführern hat die Emittentin nicht. Für das laufende Management erhält die Anbieterin eine jährliche Vergütung von 1,0 Prozent des Nachrangdarlehns- und Fremdkapitals der Emittentin, mindestens aber 130.000 Euro pro Jahr. Die Vergütung für die Projektentwicklung darf laut Prospekt maximal 10 Prozent der gesamten Anschaffungskosten betragen.

Die Emittentin wurde mit einem Stammkapital von 25.000 Euro ausgestattet. Neben dem Nachrangdarlehenskapital von 10 Millionen Euro plant die Emittentin, Bankdarlehen von 3,5 Millionen Euro aufzunehmen. Die Emittentin kalkuliert bei den Bankdarlehen mit einem Zins von 3 Prozent pro Jahr bei einer Laufzeit von jeweils drei Jahren.

Umsatzerlöse erzielt die Emittentin nach eigenen Angaben planmäßig zu rund 50 Prozent aus dem Verkauf der erzeugten Wärme an die Endkunden. Bei den Endkunden handelt es sich in der Regel um die am Standort der Wärmepumpe oder BHKW direkt ansässigen Unternehmen, Hauseigentümer, Betriebe und Einrichtungen. Der Verkauf des produzierten Stroms soll die zweiten rund 50 Prozent zum Umsatz beisteuern. Diese 50 Prozent ergeben sich nach Angaben der Emittentin annahmegemäß aus Vergütungen nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG, rund 30 Prozent), aus dem Verkauf an die Endkunden (10 Prozent) und zu weiteren zusammen rund 10 Prozent aus dem Verkauf an der Strombörse, Netznutzungsentgelterstattungen und Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)-Zuschlägen. Laufende Kosten entstehen der Emittentin im Bereich BHKW kalkulationsgemäß insbesondere für den Erdgaseinkauf und die Vollwartung der Anlagen. Nach Angaben der Anbieterin werden Erhöhungen des Gaspreises über Preisgleitklauseln entsprechend über einen höheren Wärmepreis an die Endkunden weitergegeben. Bei mit Solaranlagen kombinierten Wärmepumpen ist der Energieträger Sonnenstrahlung kostenlos. Zudem werden bei Wärmepumpen nach Einschätzung von Luana die laufenden Betriebs- und Wartungskoten geringer sein, da Wärmepumpen aus wesentlich weniger Verschleißteilen als BHKW bestehen.

Investitionen


Blockheizkraftwerk von Luana. / Foto: Unternehmen

Die Emittentin plant nach eigenen Angaben derzeit, das einzuwerbende Anlegerkapital schwerpunktmäßig in Projekte zu investieren, bei denen Wärmepumpen mit Solaranlagen und Batteriespeicher kombiniert werden. Zudem ist vorgesehen, BHKW zu erwerben, errichten zu lassen und anschließend zu betreiben. Die Investitionskriterien definieren aber keine Mindestquote für Investitionen in einzelne Bereiche. Insofern ist es grundsätzlich möglich, dass die Emittentin nur in geringem Umfang in Wärmepumpen, Solaranlagen und BHKW investiert und stattdessen vermehrt in andere Energieerzeugungsanlagen.

Die jeweiligen Standorte der Energieanlagen der Emittentin müssen laut Investitionskriterium in Deutschland liegen. Nach Einschätzung von Luana wird die Emittentin voraussichtlich hauptsächlich im Bereich Wohnungswirtschaft in neue Wärmepumpe- und BHKW-Projekte investieren. Beim vorherigen Luana-Nachrangdarlehensangebot „Blockheizkraftwerke Deutschland 7“ bilden derzeit wohnwirtschaftliche Betreiberkonzepte im Bereich Seniorenresidenzen und Pflegeheime den Schwerpunkt im BHKW-Portfolio. Aber auch die Nachfrage von Projektentwicklern aus dem Geschosswohnungsbau (inkl. Ladesäuleninfrastruktur für Elektromobilität im Gebäude) steigt nach Angaben der Anbieterin. Bei Projekten im Bereich Wohnungswirtschaft besteht nach Luana-Angaben der Vorteil, dass der Strom- und Wärmebedarf der Endkunden vorab gut zu kalkulieren ist.

Es ist nach Angaben von Luana möglich, dass die Emittentin neben neuen wohnwirtschaftlichen Projekten (vermehrt) auch im Bereich Gartenbaubetriebe (Gewächshauszucht) investiert. Die Energieversorgung werde hierbei in der Regel von mit Biomethan betriebenen BHKW übernommen. Nach Luana-Angaben nehmen die Gartenbaubetriebe die Wärme ab und der Strom wird nach dem EEG vergütet.

Ob eine Wärmpumpe (mit Solar-Aufdachanlage und Batteriespeicher) oder ein BHKW oder eine andere Technologie beim Endkunden zum Einsatz kommt, ist nach Luana-Angaben insbesondere abhängig von den Rahmenbedingungen, den Fördermitteln, dem Bedarf und der damit verbundenen Nachfrage der Endkunden. Nach Angaben von Luana konzentriert sich aufgrund der neuen Rahmenbedingungen unter dem Klimaschutzgesetz und dem für (Betreiber-) Immobilien geltenden Gebäudeenergiegesetz der größte Teil der Projektentwicklungen auf Projekte des KfW-Energieeffizienzstandard 55 bis 40+.


Luana will Wärmepumpen mit Solaranlagen und Batteriespeichern kombinieren. / Foto: Luana, iStock

Bei einer Immobilie nach dem KfW-55-Standard ist der Einsatz von Erdgas-BHKW nach Einschätzung von Luana nach wie vor unter ökonomischen Gesichtspunkten möglich und sinnvoll. Auch aufgrund der C02-Steuer ist aber anzunehmen, dass die Erdgaspreise für die Endkunden künftig weiter steigen werden. Die Anforderungen an Immobilien höherer Kategorien (Standard KfW 40+) und das Förderprogramm „Erneuerbare-Energien-Pakete“ sind dagegen nach Luana-Angaben so konzipiert, dass nur mit dem Einsatz von rein erneuerbaren Energien die geforderte ökologische Wärmequalität erreicht werden kann. Daher setzt Luana nach eigenen Angaben, um die Anforderungen des Marktes und der Kunden zu erfüllen, auf Wärmepumpen, Solaranlagen und zur Erweiterung der Eigenstromversorgung auch auf Batteriespeichersysteme.

Die Luana-Gruppe, die jahrelang auf den BHKW-Bereich spezialisiert war, hat nach eigenen Angaben Anfang 2021 spezialisierte Mitarbeiter für den Bereich Wärmepumpe und Solar eingestellt. Zudem verfügt Andre Schallert (Jahrgang 1974), Vorstand der Luana AG, nach Angaben von Luana über umfassende und langjährige Erfahrungen in der Ausarbeitung und Umsetzung von Energiekonzepten mit unterschiedlichen Technologien, auch im Bereich Wärmpumpe und Solar.

Die Emittentin hat derzeit nach eigenen Angaben noch keine Investitionen getätigt und keine projekt- und standortbezogenen Verträge abgeschlossen (Stand: 8. September 2021). Die Entscheidung, ob Projekte in das Portfolio der Emittentin aufgenommen werden, trifft laut Prospekt die Geschäftsführung der Emittentin unter Berücksichtigung der Investitionskriterien. Die sehen unter anderem vor, dass die Geschäftsführung der Emittentin die Endkunden geprüft hat, die Energieanlagen hochwertig sind und rechtssichere Energielieferverträge sowie rechtswirksame Kauf- bzw. Erstellungsverträge (Generalübernehmerverträge) vorliegen.

Ökologische Wirkung und Impact

BHKW bilden eine Untergruppe der Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen), die bei der Stromerzeugung anfallende Wärme nutzbar machen. BHKW können Wirkungsgrade von bis etwa 90 Prozent erzielen, wenn die bei der Stromerzeugung anfallende Wärme vollständig genutzt wird, so dass sie eine hohe Energieeffizienz aufweisen und bis zu 40 Prozent der Primärenergie eingespart werden kann. Allerdings werden BHKW in der Wohnungswirtschaft in der Regel noch mit Erdgas betrieben. Bei Erdgas handelt es sich um einen fossilen Brennstoff, der beim Verbrennen CO2 emittiert, so dass ein Verzicht auf die Energiegewinnung aus Erdgas anzustreben ist. Dagegen werden BHKW bei Gartenbaubetrieben aufgrund der vorhanden Biomasse in der Regel mit Biomethan betrieben. Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, BHKW mit grünem Wasserstoff zu betreiben, der beispielsweise aus Windstrom erzeugt werden kann. Allerdings ist nach Angaben von Luana Wasserstoff derzeit aufgrund der geringen Verfügbarkeit noch zu teuer und das Wasserstoffnetz noch nicht ausgebaut.


Für die Energiewende wird deutlich mehr Grünstrom gebraucht - etwa für Elektroautos. / Foto: Luana; shutterstock

Im Gegensatz zu mit Erdgas betriebenen BHKW werden bei Wärmepumpen, die in den Energiekonzepten vom Luana primär mit Solarstrom betrieben werden, kein CO2 freigesetzt. Sollte der vor Ort produzierte Solarstrom insbesondere im Winter nicht ausreichen, wird nach Angaben von Luana Ökostrom zugekauft. Um die Wärmepumpe ganzjährig mit am Standort produzierten Solarstrom versorgen zu können, ist ein Batteriespeicher erforderlich. Luana setzt nach eigenen Angaben derzeit bei ihren Projekten Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien ein, die kein umweltschädliches Cobalt enthalten. Das Projektportfolio der Emittentin steht noch nicht fest, so dass die jeweiligen Wärmenutzungskonzepte, das Einsparpotential an fossilen Brennstoffen und damit die Höhe der positiven ökologischen Wirkung noch nicht konkret beurteilt werden können.

Risiko

Beim vorliegenden Angebot handelt es sich um ein Nachrangdarlehen. Der Anspruch der Anleger auf Verzinsung und Rückzahlung ihres Kapitals ist solange und soweit ausgeschlossen, wie die Verzinsung bzw. Rückzahlung zur Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit der Darlehensnehmerin führen würde. Die Emittentin plant die Aufnahme von Bankkapital, das in der Regel vorrangig zu bedienen und besichert ist. Falls Anleger ihre Nachrangdarlehen vermehrt bereits mit Ablauf der Mindestlaufzeit kündigen sollten, benötigt die Emittentin eventuell eine Anschlussfinanzierung, um die Nachrangdarlehen zurückzahlen zu können. Falls diese nicht gelingt, können die Anleger aufgrund des vereinbarten Nachrangs länger als beabsichtigt mit ihrem Kapital bei der Emittentin gebunden sein. Bei einer Vollplatzierung beträgt die Eigenkapitalquote der Emittentin rund 2 Prozent. Daher sind die wirtschaftlichen Risiken für die Nachrangdarlehensgeber vergleichbar mit den Risiken für die Eigenkapitalgeber bei einer Kommanditbeteiligung.

Die Emittentin plant, schwerpunktmäßig in Wärmepumpen- und BHKW-Projekte an verschiedenen Standorten in Deutschland zu investieren. Die Projekte der Emittentin stehen derzeit noch nicht fest, so dass auch projektbezogenen Verträge noch nicht abgeschlossen sind. Im Vergleich zum BHKW-Markt verfügt die Luana-Gruppe im Wärmepumpen-Markt noch über weniger Erfahrungswerte und über kein mehr als zehn Jahre lang ausgebautes Netzwerk. Daher kann beispielsweise das Risiko bestehen, dass sie die Qualität der Produkte verschiedener Hersteller im Wärmepumpen-Markt weniger fundiert beurteilen kann als im BHKW-Markt.

Die Anlagen der Emittentin sind zum Kaufzeitpunkt in der Regel noch nicht errichtet, so dass Bau- und Bauherrenrisiken bestehen können. Im Rahmen der Projektplanungen, Projektrealisierungen und Betriebsführungen/Wartungen erbringen planmäßig verschiedene Gesellschaften der Luana-Gruppe Leistungen für die Emittentin, wodurch aufgrund der personellen und gesellschaftlichen Verflechtungen ein Potential für Interessenskonflikte entstehen kann.

Während des Betriebs der Wärmepumpen, Solaranlagen, Batteriespeichern und BHKW besteht unter anderem das Risiko von Schäden an den Anlagen, Betriebsunterbrechungen und Überschreitungen der geplanten Betriebskosten. Die Emittentin trägt das Risiko, dass die Strom- und Wärmekunden Zahlungen an die Emittentin nicht vertragsgemäß leisten.

Stärken

  • Breite Streuung über verschiedene Standorte geplant
  • Voraussichtlich Diversifizierung über mehrere Technologien
  • Umfangreiche Erfahrung der Luana-Gruppe im BHKW-Bereich

Chancen

  • Markt für Wärmepumpen mit Ausbaupotential
  • Förderungen für dezentrale und effiziente Energieversorgung

Schwächen

  • Bauherrenrisiken
  • Projektverträge noch nicht abgeschlossen

Risiken

  • Zahlungsausfall bei Endkunden
  • Höhere Betriebskosten als kalkuliert

Fazit:

Finanziell

Die Emittentin plant den Erwerb und Betrieb von ökologischen und energieeffizienten Projekten an verschiedenen Standorten in Deutschland. Die Investitionen stehen noch nicht fest. Voraussichtlicher Investitionsschwerpunkt werden nach Luana-Angaben wohnwirtschaftliche Energiezentralen, die jeweils eine Wärmepumpe mit einer Solar-Dachanlage und einem Batteriespeicher kombinieren.  Zudem sind weiterhin Investitionen in BHKW vorgesehen, so dass eine breite Risikostreuung über verschiedene Standorte und Technologien geplant ist. So ist eine dem Risiko angemessene Verzinsung für die Nachrangdarlehensgeber möglich, wenn die bisherige BHKW-Spezialistin Luana sich mit ihren umfangreichen Kompetenzen auch im Wärmepumpe-Markt erfolgreich etablieren kann.

Nachhaltigkeit

Der Betrieb von Wärmepumpen kombiniert mit Solaranlagen und Batteriespeichern ermöglicht eine Wärme- und Stromversorgung nur mit erneuerbaren Energien. Neben diesen Klimaschutz-Projekten plant die Emittentin auch den Einsatz von erdgasbetriebenen BHKW. Diese emittieren im Betrieb Kohlendioxid, nutzen Energie aber effizient, so dass sie als Übergangs-Technologie Teil eines ökologisch nachhaltigen Gesamtkonzepts sein können.

ECOreporter.de-Empfehlung

Aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen plant die Luana-Gruppe, künftig vor allem Projekte im Bereich Wärmepumpen, Solarenergie und Energiespeicher umzusetzen. Infolge der steigenden Nachfrage von Endkunden nach solchen Projekten bestehen für die Luana-Gruppe und die Emittentin entsprechende Marktpotentiale. Damit besteht auch die Chance auf eine angemessene Verzinsung für die Nachrangdarlehensgeber. Für eine rein ökologische Energieversorgung ist es sinnvoll, von erdgasbetriebenen BHKW auf mit Solarenergie betriebene Wärmepumpen umzusteigen.

Basisdaten

Emittentin:
LCF Blockheizkraftwerke Deutschland 8 GmbH, Hamburg

Anbieterin:
Luana Capital New Energy Concepts GmbH, Hamburg

Anlageform: Nachrangdarlehen

Emissionsvolumen: 10 Millionen Euro

Mindestzeichnungssumme: 10.000 Euro

Agio: 3,0 Prozent

Mindestlaufzeit: bis zum 30. September 2027

Zinsen: 5,0 Prozent pro Jahr

Einkunftsart: Einkünfte aus Kapitalvermögen

Mittelverwendungskontrolle: Ja

BaFin-Billigung: Ja

Verwandte Artikel

04.08.21
 >
06.05.21
 >
23.04.21
 >
Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x