Einkaufszentrum von Unibail-Rodamco in Düsseldorf. / Foto: Unternehmen

  Aktien-Favoriten, Meldungen

Unibail-Rodamco-Westfield: Noch keine Entscheidung über Kapitalerhöhung

Die französische Immobiliengesellschaft Unibail-Rodamco-Westfield hat als Reaktion auf entsprechende Medienberichte erklärt, noch keine Entscheidung über eine mögliche Kapitalerhöhung getroffen zu haben. Aufsichtsrat und Vorstand würden weiterhin die Vorzüge aller potenziellen Strategien zur Stärkung des Finanzprofils des Unternehmens im Einklang mit ihren jeweiligen treuhänderischen Pflichten abwägen. Es wurde jedoch noch keine Entscheidung über eine der verfügbaren zusätzlichen Entschuldungsoptionen getroffen.

Am Freitag berichtete Bloomberg, dass Unibail-Rodamco-Westfield erwäge,sich neues Eigenkapital zu beschaffen, da die Einzelhandelsbranche gegen die Folgen der Coronavirus-Pandemie ankämpfe. Ende Juli hatte Unibail von der Krise deutlich gezeichnete Quartalszahlen veröffentlicht, die Mieteinnahmen waren spürbar gesunken.

Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.

Das Unternehmen habe schon früh mit potenziellen Beratern über Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung gesprochen. Es ziehe ein Bezugsrechtsangebot in Betracht und beabsichtige, möglicherweise etwa 3 Milliarden Euro oder 3,5 Milliarden Dollar zu beschaffen, falls es sich zu einem Vorgehen entschließe, so der Bericht unter Berufung auf Personen, die mit der Angelegenheit vertraut seien.

Dem Unternehmen stehen derzeit 12,7 Milliarden Euro an Barmitteln und nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien zur Verfügung. Das sagte Unibail in einer Erklärung am Sonntag.

Das Unternehmen teilte mit, dass es als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie eine Reihe von Schritten unternommen habe, um seine Liquidität und Bilanz zu stärken, darunter die Streichung der zweiten Dividendenrate, die Verschiebung nicht notwendiger Investitionsausgaben, eine weitere Reduzierung der Entwicklungspipeline und den Abschluss der Veräußerung von fünf französischen Einkaufszentren.

Unibail wies darauf hin, dass die Entschuldung Priorität habe, beginnend mit der Veräußerung von Vermögenswerten. Das Unternehmen will in den nächsten Jahren 4 Milliarden Euro an Vermögenswerten verkaufen, zusätzlich zu den 4,8 Milliarden Euro an Veräußerungen, die die Gruppe seit dem 30. Juni 2018 getätigt hat.

Für die Aktie von Unibail-Rodamco-Westfield bedeuteten die Neuigkeiten einen weiteren Rückschlag. Aktuell notiert die Aktie im Tradegate-Handel bei 41,60 Euro und damit 3,5 Prozent niedriger als am Freitag (Stand: 17.8.2020, 11:12 Uhr). Auf Monatssicht liegt die Aktie 16,3 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 64,1 Prozent an Wert verloren.

ECOreporter rät angesichts der unsicheren Aussichten des Unternehmens derzeit von einem Einstieg in die Aktie ab.

Unibail-Rodamco-Westfield ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Reihe Dividendenkönige. Zum ausführlichen Unternehmensporträt gelangen Sie hier.

Lesen Sie auch den aktuellen ECOreporter-Immobilienaktien-Überblick.

Unibail-Rodamco-Westfield N.V.: ISIN FR0013326246 / WKN A2JH5S

Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x