Union Pacific geht möglichen Streiks aus dem Weg. / Foto: Union Pacific

  Nachhaltige Aktien

Union Pacific schließt neue Tarifverträge ab

Der US-Güterzugbetreiber Union Pacific hat langfristige Tarifverträge mit elf Gewerkschaften abgeschlossen. Das sorgt für etwas Planungssicherheit in unruhigen Zeiten und verhindert kostspielige Streiks.

Union Pacific einigte sich mit den Gewerkschaften auf neue Tarifbedingungen mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Die Vereinbarungen umfassen neben Lohnerhöhungen auch verbesserte Sozialleistungen sowie zusätzliche Urlaubstage und gelten für 46 Prozent der etwa 32.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Zudem hat der Konzern kürzer laufende Vereinbarungen über höhere Löhne mit zwei der wichtigsten Eisenbahngewerkschaften getroffen, den Sheet Metal, Air, Rail and Transportation Workers (SMART-TD) und der Brotherhood of Locomotive Engineers and Trainmen (BLET). Längerfristige Tarifverträge mit den beiden Gewerkschaften werden derzeit verhandelt.

Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Unterwegs auf grünen Schienen: Bei diesen Eisenbahn-Aktien kann sich der Einstieg lohnen.

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Die Union Pacific-Aktie litt in den letzten Monaten unter den politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten in den USA sowie Donald Trumps Zollchaos, vor allem bezüglich der für Union Pacific wichtigen Transporte ins Nachbarland Kanada. Im Jahresvergleich hat die Aktie 17 Prozent verloren, auf fünf Jahre gesehen notiert sie 16 Prozent im Plus. Aktuell steht der Kurs im Tradegate-Handel bei 187,20 Euro (8.9.2025, 10:17 Uhr).

Trotz der schwierigen Marktbedingungen in den Vereinigten Staaten hat Union Pacific im letzten Quartal Umsatz und Gewinn gesteigert (ECOreporter berichtete hier). Das Unternehmen will zudem eigene Aktien im Wert von 4,0 bis 4,5 Milliarden Dollar zurückkaufen und seine Dividende um 3 Prozent erhöhen.

Gute Dividendenrendite

Außerdem möchte der Branchenführer in einer der größten Firmenübernahmen in der Geschichte der USA den Konkurrenten Norfolk Southern kaufen, die Nummer sechs im nationalen Markt. Union Pacific würde damit die erste Bahngesellschaft mit einem durchgehenden Schienennetzwerk von der Ost- bis zur Westküste der Vereinigten Staaten. Der Konzern könnte dann Waren in 43 Bundesstaaten transportieren und ungefähr 100 Häfen erreichen. Das Management erwartet durch den Zusammenschluss jährliche Kosteneinsparungen von ungefähr 2,75 Milliarden Dollar. Die zuständigen Behörden müssen der Übernahme allerdings noch zustimmen.

ECOreporter sieht langfristig weiteres Potenzial bei Union Pacific. Der robust finanzierte Konzern verfügt über eine hervorragende Marktposition und erzielt dank Effizienzsteigerungen auch in schwierigen Zeiten hohe Gewinne. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 19 für 2025 ist die Aktie nicht zu hoch bewertet. Die erwartete Dividendenrendite liegt derzeit bei guten 2,5 Prozent. Anlegerinnen und Anleger können nach wie vor mit einer kleinen Position einsteigen, sollten allerdings einen langen Atem mitbringen.

Union Pacific Corp.:  ISIN US9078181081 / WKN 858144

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