In Nordamerika spielen Frachttransporte per Zug eine deutlich größere Rolle als in Europa. / Foto: Pixabay

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Bahnaktien aus Nordamerika: Wo lohnt sich trotz Donald Trump ein Kauf?

Güterzüge transportieren in Nordamerika Waren über Tausende Kilometer – und sind abhängig von einer Wirtschaft, die Donald Trumps rabiate Zollpolitik immer wieder durcheinanderbringt. ECOreporter hat vier Bahnaktien aus den USA und Kanada untersucht und zeigt, wo sich aktuell Chancen bieten und wo ein Investment zu riskant erscheint. Außerdem erklärt die Redaktion, worauf es bei der Nachhaltigkeit der Konzerne ankommt.

Der Handelskonflikt zwischen den USA und Kanada hat sich zuletzt weiter verschärft. Neue Zölle, drohende Gegenzölle und wechselnde Handelsregeln erschweren Unternehmen die Planung und können Lieferketten verändern. Für die Bahnen bedeutet das, dass sich Transportmengen und Warenströme verschieben.

Im ersten Teil des Bahnaktien-Überblicks analysiert ECOreporter Güterzugbetreiber aus Kanada und den USA. Im zweiten Teil, den Sie hier lesen können, bietet die Redaktion eine Übersicht zu Bahnbetreibern aus Europa und Japan, die ECOreporter als überdurchschnittlich nachhaltig einschätzt. In einem dritten Teil stellt die Redaktion Zugbauer vor, in einem vierten Teil geht es um nachhaltige Bahn-Zulieferer, die etwa Schienen warten oder IT liefern.

Weniger Emissionen, aber Diesellocks dominieren

In Nordamerika spielt die Bahn für den Frachtverkehr eine wesentlich größere Rolle als in Europa. In den USA übernimmt sie rund 40 Prozent des Gütertransports, in Kanada rund die Hälfte. Zum Vergleich: In der EU sind es nur etwa 17 Prozent. Über das weit verzweigte Schienennetz gelangen unter anderem Getreide aus den Anbaugebieten, Rohstoffe aus Minen und Waren aus den Seehäfen zu ihren Abnehmern.

Für Anlegerinnen und Anleger kommt es darauf an, welche Bahnen von welchen Transporten abhängig sind und wie gut sie mit den wirtschaftlichen und politischen Risiken umgehen können. Folgende vier Unternehmen hat sich ECOreporter für diesen Überblick angeschaut:

  • CSX
  • Canadian National Railway
  • Canadian Pacific Kansas City
  • Union Pacific

Der Transport auf der Schiene hat einen wesentlichen Klimavorteil: Nach Angaben des US-Bahnverbands Association of American Railroads verursachen Bahntransporte im Durchschnitt bis zu 75 Prozent weniger Treibhausgase als Transporte per Lkw.

Bei der Nachhaltigkeit von Bahnbetreibern gibt es aber noch mehr zu bedenken: Die Konzerne transportieren auch Kohle, Erdöl und andere fossile Rohstoffe. Zudem dominieren im nordamerikanischen Frachtverkehr die Diesellokomotiven. 

Während etwa in der EU rund 58 Prozent des Schienennetzes elektrifiziert sind, stellte das US-Verkehrsministerium 2024 fest, dass das Land zu den weltweiten Schlusslichtern beim Anteil elektrifizierter Schienenstrecken gehört – ohne exakte Zahlen zu nennen. Daher ist eine wichtige Frage, inwiefern sich Bahnkonzerne um den Einsatz alternativer Antriebe bemühen. Das ist auch aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll, um teuren Sprit zu sparen.

Lesen Sie im Premium-Bereich, bei welchen Güterzugbetreibern aus Nordamerika ECOreporter aktuell trotz Trump Chancen sieht. Außerdem erfahren Sie, was die Konzerne für einen nachhaltigeren Flottenbetrieb tun.

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