Vestas-Windkraftanlagen in Texas: Das dänische Unternehmen hat in diesem Jahr einen Serviceauftrag über mehr als 1.000 MW aus den USA erhalten. / Foto: Unternehmen

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Vestas: Neuer Auftrag und gemischte Analysteneinschätzungen

Der dänische Windanlagenbauer Vestas erhält einen neuen Auftrag aus den USA. Der Windkraftspezialist soll einen Windpark in Minnesota mit Windkraftanlagen ausstatten. Die Kapazität beläuft sich auf insgesamt 184 Megawatt (MW). Auftraggeber ist der US-amerikanische Versorger Xcel Energy.

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Im Auftrag ist die Lieferung und Installation von Turbinen des Typs V120-2.2 MW sowie ein zehnjähriger Wartungsauftrag enthalten. Die Auslieferung der Turbinen soll im dritten Quartal 2019 beginnen.

Aufträge etwas unter Vorjahresniveau

Vestas hat seit Beginn des dritten Quartals des laufenden Geschäftsjahres im Juli Aufträge zur Auslieferung von Windkraftanlagen in einer Höhe von 274 MW erhalten. Zusammen mit den Aufträgen aus den vorangegangenen beiden Quartalen hat das dänische Windkraftunternehmen Aufträge mit einer Kapazität von 4.691 MW in der Pipeline.

Im Vorjahr war die Auftragslage besser. Allein in den ersten beiden Quartalen von 2017 belief sich das Auftragsvolumen auf 4.716 MW. 2017 erhielt Vestas Aufträge mit einer Gesamtkapazität von 11.176 MW.

Die in diesem Jahr bisher erhalten Serviceaufträge belaufen sich auf 1.150 MW. Vestas hat einen größeren Serviceauftrag über zehn Jahre für vier US-amerikanische Windparks abgeschlossen. Zum Vergleich: Im Vorjahr beliefen sich die Service-Aufträge lediglich auf ein Volumen von 881 MW.

Analysten bewerten Vestas unterschiedlich

Vestas wird am 15. August die Quartalszahlen vorstellen. Die Commerzbank hat die Einstufung für Vestas im Vorfeld der Quartalszahen auf "Kaufen" belassen. Das Kursziel beträgt nach Analyst Sebastian Growe 550 dänische Kronen (DKK), umgerechnet 73,8 Euro.

Die Zahlen für das zweite Quartal dürften solide ausfallen, teilte Commerzbank-Analyst Growe in einer am Dienstag vorgelegten Studie zu dem dänischen Unternehmen mit. Die Auftragslage sei gut und dürfte zu einem guten operativen Gewinn des Windkraftanlagen-Herstellers führen.

Zu einer anderen Einschätzung kommt die britische Investmentbank HSBC. Die europäischen Windkraftunternehmen hätten immer noch mit Gegenwind zu kämpfen, schrieb Analyst Sean McLoughlin in einer Branchenstudie von Mitte Juli. Im Jahresvergleich sei ein schwacher Trend bei Absatz und Margen zu beobachten. Das würde alle Windkraft-Unternehmen belasten. Als Kursziel gibt HSBC-Analyst McLoughlin 410 DKK an, was umgerechnet gut 55 Euro entspricht.

Die Vestas-Aktie steht momentan bei 403,10 DKK, umgerechnet 54,09 Euro. Auf Jahressicht hat die Aktie des dänischen Windkraftunternehmens 33,6 Prozent im Kurs eingebüßt. Als der Konkurrent Siemens Gamesa letzten Freitag fallende Umsätze bekannt gegeben hatte, hatte auch die Vestas-Aktie einen Kursrückschlag von mehr als 3 Prozent zu verzeichnen.

Wir haben die Vestas-Aktie mit den Mitbewerbern Siemens Gamesa und Nordex hier ausführlich verglichen.

Vestas Wind Systems A/S:  ISIN DK0010268606 / WKN 913769

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