Vestas Windturbinen in Texas: Der dänische Windkraftspezialist hat gute Wachstumsaussichten. / Foto: Unternehmen

04.06.18 Aktientipps , Nachhaltige Aktien

Vestas, Siemens Gamesa, Nordex - wer profitiert vom Windkraftausbau? Teil 1

Wie können Anleger vom weltweiten Windkraftausbau profitieren? Wir analysieren für Sie drei Wind-Aktien: Vestas, Siemens Gamesa und Nordex. Erfahren Sie, welche Aktie die besten Aussichten hat.

Es drehen sich immer mehr Windräder - nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. 2007 waren rund um den Globus gerade einmal Windkraftanlagen mit einer Kapazität von 93,8 Gigawatt in Betrieb. Im Jahr 2017 hat sich die Kapazität mit 539,6 Gigawatt fast versechsfacht. Und der globale Windkraftausbau soll noch weiter gehen. Insbesondere in Asien und Nordamerika soll über die kommenden fünf Jahre die Anzahl der neu in Betrieb gehenden Windparks massiv anwachsen.

Die Vorhersagen stammen von der Weltwindenergieorganisation GWEC, die regelmäßig eine neue Fünf-Jahres-Prognose veröffentlicht. Der von der GWEC Ende April veröffentlichte „Global Wind Report“ prognostiziert, dass 2019, 2020 und 2022 durchschnittlich 7,83 Prozent mehr neue Windkraftanlagen in Betrieb gehen werden als 2017. Ein wichtiger Grund für den Wachstumsschub: die Kosten. Wie die GWEC erklärt, hat die Windenergie preislich bei den Erneuerbaren Energien die Nase vorn. Viele Länder versuchen folglich, den Schwenk zur sauberen Energie mit der Windkraft voranzutreiben.

Onshore ist preislich nicht zu toppen

Besonders kostengünstig ist dabei die Windenergie an Land, die Onshore-Windkraft. Laut einer aktuellen Studie des Fraunhofer-Instituts erzielen Windkraftanlagen an Land in Deutschland Stromgestehungskosten zwischen 3,99 bis 8,23 Cent pro Kilowattstunde. An küstennahen Standorten mit starkem Wind und hoher Auslastung wird der Windstrom am billigsten produziert – dort liegen die Kosten für eine Kilowattstunde Strom bei 3,99 bis 4,85 Cent. Im Nahen Osten, in Asien oder in Südamerika ist der Onshore-Windstrom sogar noch billiger.

Auf hoher See produzierte Windenergie ist hingegen noch teuer. Hier bewegen sich die Kosten laut Auskunft des Fraunhofer-Instituts in Deutschland zwischen 7,79 und 13,79 Cent pro Kilowattstunde. Aber Experten erwarten, dass die Preise in Zukunft sinken und dass der Marktanteil der Offshore-Windenergie steil ansteigt. Über die kommenden zehn Jahre prognostizieren Branchenexperten jährliche Wachstumsraten von 15 bis 20 Prozent. Ab 2020 soll der Ausbau der Offshore-Windkraft besonders stark ansteigen. Hingegen winken auf dem Onshore-Windkraftmarkt nicht so hohe Wachstumsraten  - hier sind über die kommenden zehn Jahre jährlich 3 bis 5 Prozent Zuwachs zu erwarten.

Doch was bedeutet das für die Hersteller von Windkraftanlagen? Welches Unternehmen wird vom Windkraftboom am stärksten profitieren?

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