Der größte Anteil an der europäischen Windenergie wurde in Deutschland produziert. / Foto: Encavis

  Erneuerbare Energie, Meldungen

Erneuerbare Energien lieferten 2020 41 % des europäischen Stroms

Windparks trugen 2020 15 Prozent zur gesamten Stromerzeugung in Europa bei – der höchste Beitrag, den der Windsektor je zum europäischen Strommix geleistet hat. Auch andere grüne Energien gewannen weiter an Bedeutung. Das ergab eine Analyse des britischen Datenspezialisten EnAppSys.

Demnach wurden im vergangenen Jahr insgesamt 429 Terawattstunden (TWh) Strom in Windparks erzeugt, ein Plus von 4 Prozent gegenüber 2019. Erneuerbare Energien insgesamt lieferten 41 Prozent des europäischen Stroms, Kernkraft 25 Prozent und fossile Energieträger 33 Prozent. Die Produktion von sauberem Strom betrug insgesamt 1116 TWh, 8 Prozent mehr als 2019.

Laut EnAppSys haben alle Sektoren der erneuerbaren Energien ihre Produktion im letzten Jahr gesteigert, mit Ausnahme von Waste-to-Energy. Wasserkraft war die größte Komponente, die 477 TWh oder 43 Prozent der sauberen Stromproduktion ausmachte, gefolgt von Wind mit 36 Prozent, Solar mit 11 Prozent, Biomasse mit 8 Prozent und Abfall mit 1 Prozent.

Deutschland erzeugt am meisten

Deutschland produzierte die meiste Windenergie, wobei Spanien, Großbritannien, Frankreich und Schweden ebenfalls erhebliche Mengen erzeugten, so die Analysten. EnAppSys Direktor Jean-Paul Harreman sagte: "Inmitten des weltweiten Bestrebens, auf sauberere Stromquellen umzusteigen, sehen viele europäische Länder Windkraftanlagen als eine zunehmend wichtige Komponente des gesamten Strommixes. Dieser Trend war in den Daten für 2020 sehr deutlich zu erkennen und wird sich in den nächsten Jahren wahrscheinlich noch weiter verstärken."

Harreman fügte hinzu, dass der Erzeugungsmix für 2020 zwar im Großen und Ganzen mit den Vorjahren übereinstimme, aber die Auswirkungen der Abschaltungen auf die Nachfrage spürbar seien, insbesondere im zweiten Quartal. Seit März habe es Schwankungen bei der Nachfrage aufgrund der Corona-Pandemie gegeben, was teilweise auf die unterschiedlichen Strategien der Länder im Umgang mit dem Virus zurückzuführen sei.

"Im Februar hatten Deutschland und Frankreich ähnliche Formen und Niveaus, während Deutschland im zweiten und dritten Quartal im Vergleich zu den Durchschnittswerten deutlich höhere Spitzen und niedrigere Talsohlen hatte als Frankreich", so Harreman. "Zu Beginn des vierten Quartals fiel die Nachfrage in Deutschland steiler als in Frankreich, da die Sperrung in Deutschland an Schärfe zunahm."

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