Windräder von Nordex: Die Stromgestehungskosten für Windstrom sinken seit Jahren. Mittlerweile ist Strom aus Windkraftanlagen an Land genauso günstig wie Kohlestrom. / Foto: Nordex

03.01.19 Meldungen

Deutsche Windräder produzierten im Dezember fast 15 Terrawattstunden Strom

Windkraftanlagen an Land und auf See haben in Deutschland im vergangenen Dezember 14,83 Terrawattstunden Strom (14,83 Milliarden kWh) in die Netze eingespeist. Das meldet der Bundesverband Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Die produzierte Menge an Windstrom reicht laut dem BDEW aus, um den gesamten Stromverbrauch von Berlin oder Schleswig-Holstein zu decken - und zwar für ein ganzes Jahr.

Doch die Windstromausbeute schwankt stark. Und es fehlt an Speichermöglichkeiten, um Strom aus Erneuerbaren Energien bedarfsgerecht nutzen zu können. Auch die Stromtrassen – insbesondere von den Windstrom-Erzeugungszentren im Norden zu den Bedarfszentren im Süden – sind ausbaubedürftig. Der BDEW prognostiziert, dass in Zukunft konventionelle Kraftwerke als "Back up" für eine jederzeit sichere Stromversorgung erforderlich sein werden.

Insgesamt haben die Erneuerbaren Energien in Deutschland 2018 laut Wissenschaftlern des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme 40,4 Prozent des Bruttostromverbrauchs abgedeckt. Damit haben sie einen Rekordwert erzielt. Im Jahr 2017 lag der Anteil bei 38,2 Prozent, vor zehn Jahren noch bei 16,2 Prozent.

Allerdings wird das aktuelle Tempo, mit dem neue Wind-, Solar-, Wasser- und Biomassekraftwerke installiert werden, dem BDEW zufolge nicht ausreichen, um das von der Bundesregierung gesteckte 65-Prozent-Ziel bis 2030 zu erreichen. Der Verband fordert deshalb, zügig Sonderausschreibungen für Offshore-Windenergie zu starten.

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