Orsted hat sich frisches Kapital für neue Ökostromprojekte gesichert. Wie interessant ist der Konzern für Anlegerinnen und Anleger?

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Orsted nimmt über Anleihen Milliarden ein

Der dänische Grünstromkonzern Ørsted gibt regelmäßig große Anleihen aus, um den Bau neuer Windparks auf See zu finanzieren. Jetzt hat das Unternehmen drei weitere Green Bonds voll platziert.

Die Anleihen haben ein Volumen von 900 Millionen Euro sowie 950 Millionen Britischen Pfund (1,1 Milliarden Euro) und bieten Zinssätze zwischen 3,25 und 5,375 Prozent. Die Laufzeiten enden 2031, 2034 und 2042. Ørsted hat die Green Bonds an institutionelle Investoren verkauft. Die Anleihen werden jedoch auch an der Luxemburger Börse gelistet und können dort gehandelt werden.

Ørsted will die Erlöse für weitere Erneuerbare-Energien-Projekte verwenden. Bis 2030 möchte der Konzern grüne Kraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 50 Gigawatt (GW) installiert haben. Ørsted ist Weltmarktführer bei Windparks auf dem Meer (Offshore-Wind), baut aber auch Windparks an Land (Onshore), Solaranlagen, Stromspeicher und ist an Wasserstoffprojekten beteiligt. Aktuell betreibt oder baut Ørsted weltweit Grünstromanlagen mit einer Leistungskapazität von 5 GW, davon 1,3 GW Solar.

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Die Ørsted-Aktie hat sich in diesem Jahr wechselhaft entwickelt. Aktuell befindet sie sich in einer Abwärtsbewegung, im Monatsvergleich hat sie 15 Prozent eingebüßt. Heute kostet sie im Tradegate-Handel 93,01 Euro (Stand 7.9.2022, 8:40 Uhr). Im Jahresvergleich notiert die Aktie 28 Prozent im Minus, auf fünf Jahre gesehen hat sie 113 Prozent an Wert gewonnen.

ECOreporter schätzt die Aussichten von Ørsted weiterhin als gut ein. Im ersten Halbjahr 2022 erzielte der Konzern weniger Gewinn, für das Gesamtjahr hat das Management seine Prognose aber angehoben (die Redaktion berichtete hier). Ørsted hat eine hervorragende Marktposition und stellt sich mit dem Ausbau der Solarsparte noch breiter auf. Lieferengpässe und den zunehmenden Wettbewerb mit großen fossilen Energieunternehmen wie RWE oder BP, die verstärkt auf den Erneuerbare-Energien-Markt drängen, managt Ørsted bislang gut.

Die lange zu teure Aktie ist nach deutlichen Korrekturen seit Anfang 2021 aktuell mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 18 nicht zu teuer für einen Einstieg. Auch die Ørsted-Anleihen schätzt ECOreporter als aussichtsreiche Investments ein.

Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Die besten Windaktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnt.

Ørsted A/S: 

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