Orsted ist Weltmarktführer bei Windparks auf See und beteiligt sich zunehmend an Wasserstoffprojekten. Hohe Energiepreise treiben derzeit den Gewinn nach oben. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien

Orsted vervielfacht Gewinn – was macht die Aktie?

Trotz anspruchsvoller Marktbedingungen hat der dänische Energiekonzern Ørsted im ersten Quartal 2022 gute Geschäfte gemacht. An der Börse zeigt sich weiterhin ein uneinheitliches Bild.

Ørsted ist auf seinem Weg zum reinen Grünstromkonzern einen weiteren Schritt vorangekommen. Im ersten Quartal erzeugte das Unternehmen 92 Prozent seiner Energie aus regenerativen Quellen, vor allem Wind. Ein Jahr zuvor waren es 87 Prozent. Bis 2025 will Ørsted seinen fossilen Geschäftsbereich fast auf null herunterfahren.

Von Januar bis März setzte der Konzern 33,8 Milliarden Dänische Kronen (DKK; 4,5 Milliarden Euro) um. Das sind 78 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Haupttreiber waren die sehr hohen Preise an den Energiemärkten. Der Nettogewinn vervielfachte sich von 1,6 auf 5,7 Milliarden DKK (0,8 Milliarden Euro), auch wegen des Teilverkaufs des Offshore-Windparks Borkum Riffgrund 3.

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Die unruhige Weltwirtschaftslage hat sich bislang Unternehmensangaben zufolge kaum auf die Geschäftsentwicklung ausgewirkt. Für das Gesamtjahr geht Ørsted weiterhin von einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 19 bis 21 Milliarden DKK aus. 2021 lag das EBITDA bei 15,8 Milliarden DKK.

Nach sehr hohen Bewertungen Anfang 2021 befindet sich die Ørsted-Aktie in einer Korrekturphase, in der es immer wieder Ausschläge nach oben gibt, zuletzt Ende März. Auf Monatssicht hat die Aktie 10 Prozent verloren, im Jahresvergleich liegt sie 19 Prozent im Minus. Langfristig hat sich der Kurs ansprechend entwickelt: Auf fünf Jahre gesehen beträgt der Wertzuwachs 176 Prozent.

ECOreporter schätzt die Aussichten von Ørsted weiterhin als gut ein. Der Konzern ist Weltmarktführer bei Windkraft zu Wasser (Offshore-Windenergie) und erweitert stetig auch seine Kapazitäten in den Bereichen Windkraft an Land (Onshore), Solarenergie, Wasserstoff und Biogas. Lieferengpässe und den zunehmenden Wettbewerb mit großen fossilen Energieunternehmen wie RWE oder BP, die verstärkt auf den Erneuerbaren-Markt drängen, managt Ørsted bislang gut.

Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2022 von 27 ist die Aktie auch nach den Verlusten der letzten Monate kein Schnäppchen, aber akzeptabel bewertet. Der Einstieg kann sich auf lange Sicht lohnen.

Lesen Sie auch das ECOreporter-Dossier Die besten Windaktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnt.

Ørsted A/S:

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