2G Energy kommt mit der Produktion den Aufträgen kaum hinterher. / Foto: Unternehmen

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2G Energy: Aufträge steigen kräftig – Corona belastet weiter

Das Kraftwerkstechnikunternehmen 2G Energy hat seinen Auftragseingang im dritten Quartal 2021 deutlich gesteigert. Vor allem Bestellungen aus dem Ausland legten kräftig zu. Allerdings hat 2G Energy Probleme, die Aufträge auch zu Umsatz zu machen. Außerdem werden weitere Kapazitätserweiterungen die Marge belasten.

Laut vorläufigen Zahlen stieg der Auftragseingang im dritten Quartal auf 43,8 Millionen Euro, gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 70 Prozent. Das Auslandsgeschäft trug mit 46 Prozent fast die Hälfte dazu bei.

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Nach den ersten neun Monaten liegt der Auftragseingang mit insgesamt 135,6 Millionen Euro rund 22 Prozent über dem Wert des Vorjahres – 2G Energy geht davon aus, dass der Auftragsbestand zum Ende des Quartals auch den bisherigen Rekord von 161,8 Millionen Euro aus dem Jahr 2018 übertrifft. Die im Rahmen des Lead-to-Lean Projektes erweiterten Produktionskapazitäten des Unternehmens sind somit laut 2G Energy bis Mitte nächsten Jahres ausgelastet.

Kapazitäten sollen weiter ausgebaut werden

Das Unternehmen will daher seine Kapazitäten weiter ausbauen – auch wenn das erst einmal weniger Gewinn bedeutet. 2G Energy erwartet bei der Marge des Gewinns vor Zinsen und Steuern (EBIT-Marge) im laufenden Geschäftsjahr nur noch einen Wert in der unteren Hälfte der bisherigen Prognose von 6,0 bis 7,5 Prozent. 

Das Unternehmen leidet außerdem weiter unter Einflüssen der Corona-Krise – vor allem indirekt. Zwar habe die großzügigere Bevorratung mit Produktionsmaterial für eine gewisse Beruhigung der internen Produktionsabläufe gesorgt. Allerdings verschieben laut 2G vermehrt Kunden bereits fixierte und angezahlte Projekte, da sie selbst öfter mit Verzögerungen auf ihren Baustellen, insbesondere aufgrund von Materialengpässen, zu kämpfen hätten.

Noch geht der 2G Energy-Vorstand aber weiter davon aus, im laufenden Geschäftsjahr Umsatzerlöse im Bereich der kommunizierten Bandbreite von 250 bis 260 Millionen Euro erreichen zu können. Die Prognose hänge aber sehr stark davon ab, bei wie vielen Anlagen noch bis Jahresende die formale Abnahme durch den Kunden erfolgt – dies ist Voraussetzung für die Umsatzbuchung.

Die 2G Energy-Aktie steht im Xetra-Handel aktuell bei 106,20 Euro und ist damit 5,8 Prozent zum Vortag im Plus (Stand: 14.10.2021, 11:26 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 8,9 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 44,1 Prozent an Wert gewonnen.

ECOreporter sieht weiterhin Potenzial bei 2G Energy, im Juni hat das Unternehmen seine Jahresprognose angehoben. Die Aktie schwankte in den letzten Jahren allerdings stark und ist aktuell mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2021 von 32 nicht günstig. Bei Rücksetzern können sich Einstiegsgelegenheiten ergeben. ECOreporter schätzt die Aktie derzeit bei einem Kurs von unter 75 Euro als fair bewertet an. In diesem Preisbereich bewegte sie sich zuletzt im November 2020.

2G Energy AG:  ISIN DE000A0HL8N9 / WKN A0HL8N

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