Die Agri Resources Group handelt unter anderem mit Sojabohnen. / Foto: Pixabay

  Anleihen / AIF

Agri Resources Group bietet Anleihe mit 8,0 % Zins pro Jahr an

Die Agri Resources Group S.A. aus Luxemburg ist im Anbau und der Verarbeitung von Agrarprodukten insbesondere in Afrika tätig. Mit dem Erlös aus der Anleihe 2021/2026 sollen nachhaltige Projekte finanziert werden. Wer steckt hinter der Emittentin, und welche Risiken bestehen?

Eine Zeichnung der Anleihe ist über die Frankfurter Wertpapierbörse möglich. Zudem können Inhaber der bestehenden 8,00 % Schuldverschreibungen 2016/2021 ihre Schuldverschreibungen in die angebotenen neuen Anleihen umtauschen. Zum Datum des Prospekts der neuen Anleihe stehen Schuldverschreibungen 2016/2021 mit einem Gesamtbetrag von rund 16,12 Millionen Euro aus, die am 17. Juni 2021 fällig sind.

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Definitionsgemäß eine nachhaltige Anleihe

Die neue Anleihe qualifiziert sich laut Pressemeldung der Agri Resources Group (Emittentin) als Sustainability Bond gemäß der Definition der International Capital Markets Association (ICMA). In einer Second Party Opinion bestätigt die Nachhaltigkeits-Ratingagentur V.E (vormals Vigeo Eiris), dass das Sustainability Bond-Rahmenwerk der Agri Resources Group im Einklang mit den vier Kernprinzipien der ICMA Green and Social Bond Principles steht.

Die Erlöse aus der Anleihe sollen nach Angaben der Emittentin zur Finanzierung und Refinanzierung einer Kombination von vorselektierten und geprüften grünen und sozialen Projekten verwendet werden. Konkret liege der Fokus der Agri Resources Group auf dem weiteren Ausbau ihrer Aktivitäten in Madagaskar, Ghana, Mauritius und Benin. Produkte sind beispielsweise Reis und Sojabohnen in Ghana oder der Republik Kongo und Bio-Vanille auf Mauritius.

Wer beherrscht die Emittentin indirekt?

Die Emittentin Agri Resources Group S.A. mit Sitz in Luxemburg ist laut Prospekt eine vollständige Tochter der Agricorp Invest S.A. Diese ist eine 100-prozentige Tochter der Agricorp S.A.M., die wiederum eine vollständige Tochter der Monaco Resources Group S.A.M. mit Sitz in Monaco ist. Die Monaco Resources Group S.A.M. ist laut Prospekt – soweit der Emittentin bekannt – vollständig im Besitz der Cycorp First Investment Ltd. aus Zypern. Demzufolge wird die Emittentin indirekt von der Cycorp First Investment Ltd.  beherrscht. Dem Prospekt zufolge ist – soweit der Emittentin bekannt – der wirtschaftliche Letztbegünstigte der Cycorp First Investment Ltd. mit mehr als 25 Prozent Pascale Younès.

Laut Prospekt leitet die Muttergesellschaft der Emittentin die agro-industrielle Abteilung der Monaco Resources Group S.A.M., einer internationalen diversifizierten Gruppe, die auf Produktion, Handel und Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Sektor der natürlichen Ressourcen spezialisiert ist. Geschäftsbereiche der Monaco Resources Group sind gemäß ihrer Website Metalle und Mineralien, Energie (z.B. Pipelines), Agribusiness, Infrastruktur und Logistik sowie Finanzen und Investments.

Risiken

Die Emittentin ist laut Prospekt als Holdinggesellschaft organisiert und berge daher Risiken, die sich aus der Finanzierungsstruktur der Emittentin und ihrer Tochtergesellschaften ergeben. Die Gruppe ist laut Prospekt von der allgemeinen Wirtschaftslage und der wirtschaftlichen Entwicklung abhängig und zudem dem Risiko politischer oder wirtschaftlicher Instabilität der Märkte ausgesetzt, auf denen sie tätig ist, insbesondere im Hinblick auf den afrikanischen Kontinent.

Die Verfügbarkeit und die Preise der von der Emittentin beschafften Agrarrohstoffe und Agrarrohstoffprodukte, die gelagert, transportiert und verkauft werden, können laut Prospekt durch ungünstige Wetterbedingungen, Naturkatastrophen, Krankheiten, Regierungsprogramme, Wettbewerb und verschiedene andere Faktoren, die sich der Kontrolle der Gruppe entziehen, negativ beeinflusst werden.

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