Bei Siemens steigen mit den Quartalsergebnissen auch die Erwartungen. / Foto: imago images, Sven Simon

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Aller guten Dinge sind drei: Siemens hebt Jahresprognose erneut an

Die Geschäfte bei Siemens liefen auch im dritten Quartal gut. Der Münchner Technologiekonzern hebt deshalb auch bereits zum dritten Mal seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr (endet am 30. September) an. Zudem kündigte Siemens eine Übernahme an.

Der Gewinn im abgelaufenen Quartal verdreifachte sich demnach fast auf 1,5 Milliarden Euro. Allerdings hatte Siemens vor einem Jahr auch die Talsohle der Corona-Krise durchschritten und unter Kosten durch die Ausgliederung des Energiegeschäfts gelitten.

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Der Umsatz sprang um fast ein Viertel auf 16,1 Milliarden Euro. Man sei in allen Geschäftsbereich profitabel gewachsen, erklärte Siemens-Chef Roland Busch, der bislang auf ein erfolgreiches erstes Jahr an der Konzernspitze zurückblicken kann. Busch bekam aber auch bereits den Druck von Investoren zu spüren, die sich ein profitableres Siemens wünschen.

»Wir setzen die sehr erfreuliche Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahres fort und liefern einmal mehr starke Ergebnisse trotz weiterhin anspruchsvoller Rahmenbedingungen«, erklärt Finanzchef Ralf P. Thomas. Herausforderungen, insbesondere bei durch die Corona-Krise unter Druck geratenen Lieferketten, habe der Konzern "erfolgreich gemeistert". Auch im laufenden vierten Geschäftsquartal bis Ende September erwartet Siemens gute Zahlen.

Übernahme von Softwareanbieter Sqills

Der Konzern hebt seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr daher erneut an: Neue Zielmarke sind 6,1 bis 6,4 Milliarden Euro - bisher waren es 5,7 bis 6,2 Milliarden. Der Umsatz soll bis Ende September um elf bis zwölf (Prognose bisher: neun bis elf) Prozent zulegen. Voraussetzung ist allerdings, dass es zu keinen wesentlichen Engpässen in der Versorgung mit Chips und Rohstoffen kommt.

Darüber hinaus kündigte Siemens an, für mehr als eine halbe Milliarde Euro den niederländischen Bahn-Softwareanbieter Sqills zu übernehmen. Siemens Mobility habe einen entsprechenden Vertrag unterschrieben, teilte der Konzern mit. Der Kaufpreis liegt demnach bei 550 Millionen Euro plus einer erfolgsabhängigen Komponente.

Sqills bietet Software als Dienstleistung für Bahn- und Busunternehmen. Aus der Verbindung der Sqills-Buchungsplattform mit den Lösungen der Mobility-eigenen Softwaretochter Hacon entstehe ein "umfassendes Angebot, mit dem Bahnbetreiber ihre zentralen Reiseprozesse optimieren können - von der Reiseplanung bis zum Ertragsmanagement", sagte Mobility-Chef Michael Peter.

Der neue Ausblick kommt am Markt offenbar gut an, die Siemens-Aktie notiert im Tradegate-Handel aktuell 4,1 Prozent im Plus zum Vortag bei 143,04 Euro (Stand: 5.8.2021, 9:19 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 2,5 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 24,1 Prozent zugelegt.

Siemens richtet sich weiter konsequent besonders auf digitale Geschäftsfelder aus, dieser Umbruch ist nach wie vor nicht abgeschlossen. Aus Sicht von ECOreporter ist die Aktie daher aktuell ein Investment mit Risiko. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis für das laufende Geschäftsjahr liegt bei vergleichsweise niedrigen 19.

Siemens ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Reihe Dividendenkönige. Zum Unternehmensporträt gelangen Sie hier.

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Siemens AG:  ISIN DE0007236101 / WKN 723610 

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