Aumann stellt unter anderem Spezialmaschinen für die Fertigung des E-Autos BMW i3 her. / Foto: BMW

  Nachhaltige Aktien

Aumann schreibt rote Zahlen – bringen Elektroautos die Wende?

Der Maschinenbauer Aumann erzielte im ersten Quartal 2021 weniger Umsatz und bleibt in der Verlustzone. Dennoch legt die Aktie am heutigen Montag 13 Prozent zu.

Nach ungeprüften Zahlen setzte Aumann von Januar bis März 36,4 Millionen Euro um. Das sind 24 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich blieb ein Nettoverlust von knapp 1,3 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2020 hatte Straumann einen kleinen Gewinn von 94.000 Euro erzielt. Im schwachen Gesamtjahr 2020 lag der Nettoverlust bei fast 7 Millionen Euro.

Positive Signale sieht die Unternehmensführung beim Auftragseingang: Dieser stieg im ersten Quartal um 32 Prozent zum Vorjahr auf 50,5 Millionen Euro. 88 Prozent der neuen Aufträge kamen aus dem zukunftsträchtigen Bereich E-Mobilität. Mit knapp 117 Millionen Euro lag der Auftragsbestand Ende März aber noch 8 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert.

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Mit einem Liquiditätspolster von 94 Millionen Euro und einer Eigenkapitalquote von 66 Prozent sieht Aumann „ausreichend Handlungsspielraum, um die Position des Unternehmens 2021 maßgeblich zu verbessern“.

Auch Anlegerinnen und Anleger scheinen darauf zu vertrauen, dass das Geschäft mit Maschinen für den Elektroautobau Aumann mittelfristig wieder in die Gewinnzone bringen wird. Nach Bekanntgabe der neuen Quartalszahlen ist die Aumann-Aktie heute mit einem Plus von 13 Prozent in den Tradegate-Handel gestartet. Aktuell kostet sie 13,22 Euro (Stand 17.5.2021, 10:28 Uhr). Auf Sicht von drei Monaten liegt die Aktie 29 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 33 Prozent gewonnen. Auf drei Jahre gesehen ist der Kurs um 80 Prozent zurückgegangen.

Auch wenn Aumanns Elektromobilitätssparte positive Signale sendet, bleibt die Aktie nach Einschätzung von ECOreporter ein riskantes Investment – zu groß sind die derzeitigen Unwägbarkeiten im Automobil- und Maschinenbausektor. Sollte es Aumann gelingen, zum Gewinnniveau von 2019 zurückzukehren, läge das Kurs-Gewinn-Verhältnis beim aktuellen Aktienkurs bei moderaten 18.

Aumann AG: ISIN DE000A2DAM03 / WKN A2DAM0

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