ABO Wind hat Zuschläge für zwei Windenergieprojekte erhalten. / Foto: ABO Wind

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Ausschreibung Windenergie: Zuschläge für ABO Wind, PNE, Enertrag und Prokon

Die Ausschreibung für Windenergieanlagen an Land war im Mai nur leicht unterzeichnet. 127 Gebote mit einem Umfang von 1.110 Megawatt (MW) erhielten einen Zuschlag.  Fast die Hälfte der Zuschläge gingen an Projekte in Norddeutschland. Zudem konnten zwei Bundesländer ihre lang anhaltende Durststrecke zumindest unterbrechen.

Die Bundesnetzagentur hat gestern die erfolgreichen Gebote der technologiespezifischen Ausschreibungen für Windenergie an Land zum Gebotstermin 1. Mai 2021 bekannt gegeben. Bei einer ausgeschriebenen Menge von 1.243 MW wurden 137 Gebote mit einem Volumen von 1.161 MW eingereicht.

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Süddeutschland bleibt weiter zurück

Regional betrachtet ging das größte Zuschlagsvolumen an Gebote für Standorte in Schleswig-Holstein (37 Zuschläge, 295 MW), Niedersachsen (23 Zuschläge, 263 MW), Brandenburg (14 Zuschläge, 123 MW) und Nordrhein-Westfalen (19 Zuschläge, 122 MW). Mit dem Saarland und Bayern gibt es zwei Flächen-Bundesländer, die zuvor bei vier Windenergie-Ausschreibungsrunden hintereinander komplett leer ausgegangen waren und nun wieder Zuschläge erhielten. Drei Windkraftprojekte in Bayern und eins im Saarland waren bei der Mai-Ausschreibung erfolgreich. Da es für Baden-Württemberg aber auch nur zwei Zuschläge gab, fällt der Süden weiter zurück.

„Nur fünf Zuschläge in Bayern und Baden-Württemberg sind ein schrilles Warnsignal an die dortigen Landesregierungen. Wenn nicht zügig Flächen bereitgestellt und Genehmigungen erreicht werden, droht ein bitteres Erwachen in der Ökostromlücke", führt Hermann Albers, Präsident des Bundesverbandes WindEnergie (BWE), dazu aus.

Zuschlagswert verringert sich leicht

Die Gebotswerte der bezuschlagten Gebote der Mai-Ausschreibung reichten nach Angaben der Bundesnetzagentur von 5,68 Cent/kWh bis zum erlaubten Höchstwert von 6,00 Cent/kWh. Der mengengewichtete durchschnittliche Zuschlagswert liegt bei 5,91 Cent/kWh und damit unter dem der vorherigen Ausschreibungsrunde von 6,00 Cent/kWh.

Der Bundesverband WindEnergie macht darauf aufmerksam, dass von den 240  bezuschlagten Windenergieanlagen 43 Anlagen schon im Februar 2018 bezuschlagt waren. Hier gelang die Umsetzung nach BWE-Angaben jedoch nicht, und die Zuschläge verfielen am 1. März 2021, sodass die Anlagen im Mai wieder bieten durften. Bei der Ausschreibung im Februar 2018 lag der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert mit 4,73 Cent/kWh deutlich unter dem Zuschlagswert-Niveau in diesem Jahr. Die nächste Ausschreibung für Windenergie an Land findet am 1. September 2021 statt.

ABO Wind erhält zwei Zuschläge

Den Namen der Bieter (meist Projektgesellschaften) nach zu urteilen, gingen unter anderem zwei Zuschläge an ABO Wind. Bei dem Windpark Hainstadt-Buchen in Baden-Württemberg ist laut Marktstammdatenregister die Errichtung von vier Vestas-Anlagen mit je 3,45 MW Leistung vorgesehen. Bei der bezuschlagten Windkraftanlage in Rommerskirchen im Landkreis Rhein-Kreis Neuss in Nordrhein-Westfalen handelt es sich ebenfalls planmäßig um eine Vestas-Anlage mit 3,45 MW.

Enertrag, PNE und Prokon mit erfolgreichen Geboten

Auch Enertrag hat laut Marktstammdatenregister den Zuschlag für eine Vestas-Anlage mit 3,45 MW erhalten, die im Landkreis Uckermark in Brandenburg errichtet werden soll.

Die PNE AG hat den Zuschlag für ein Windparkprojekt im Landkreis Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen bekommen, bei dem sich laut Marktstammdatenregister vier Anlagen von GE Wind Energy (gehört zum US-Konzern General Electric) mit einer Nennleistung von jeweils 5,5 MW drehen sollen.

Auch Prokon setzt bei zwei bezuschlagten Projekten laut Marktstammdatenregister auf Windkraftanlagen von GE und Vestas. Beim Windpark Blumberg in Brandenburg sind es vier Vestas-Anlagen mit je 3,6 MW Nennleistung und beim Windpark Langenbach in Rheinland-Pfalz zwei Anlagen von GE Wind Energy mit jeweils 5,5 MW.

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