Tommy Piemonte ist Leiter des Nachhaltigkeitsresearch bei der Bank für Kirche und Caritas. / Foto: BKC

  Finanzdienstleister, Banken-Favorit

Bank für Kirche und Caritas verschärft Ausschlusskriterein für fossile Energie

Die Paderborner Bank für Kirche und Caritas (BKC) hat im Januar ihre Ausschlusskriterien für fossile Energien verschärft. Sie schließt nunmehr bei ihren Investitionen auch Unternehmen aus, die mit konventioneller Öl- und Gasförderung mehr als 10 Prozent ihres Umsatzes erwirtschaften. Zudem werden die bislang tolerierten Unternehmensumsätze von bis zu 50 Prozent aus der Ölverstromung auf 10 Prozent herabgesetzt.

Darüber hinaus investiert die BKC nicht mehr in Firmen, die noch in der Kohleförderung oder Kohleverstromung aktiv sind. Hier wurde bislang ein Umsatzanteil von 10 beziehungsweise 20 Prozent toleriert. Die Kriterien ergänzen die schon existierenden Komplettausschlüsse bei den umweltschädlichsten Formen der Öl- und Gasförderungen, zu denen etwa Schiefergas und Ölsande sowie die Öl- und Gasförderung in der Arktis gehören.

"Downstream-Sektor" rückt in den Fokus

„Trotz Energiepreiskrise ist der kontinuierliche Ausstieg aus fossilen Energien das Gebot der Stunde. Der sich beständig verschärfende Klimawandel und das sich schließende Zeitfenster, um etwas dagegen zu unternehmen, sind drängender denn je“, so Tommy Piemonte, Leiter Nachhaltigkeitsresearch bei der BKC, in einer Mitteilung.

Die jetzige Divestment-Stufe der Bank schließt auch Teile des sogenannten Downstream-Sektors der Öl- und Gasindustrie aus. Zu diesem gehören unter anderem die Raffination von Öl und Gas sowie die Produktion von petrochemischen Produkten. Diese sind für die BKC fortan ab einem Umsatzanteil von 10 Prozent tabu.

Mit diesen Ausschlusskriterien soll "der Druck zu einer beschleunigten Transformation dieser nachgelagerten Wirtschaftsaktivitäten erhöht werden", wie die Bank erklärt. Zudem zielt die BKC beim Ausschluss von petrochemischen Produkten, die Vorprodukte von Plastik sind, auch auf die Plastikverschmutzung ab, insbesondere in den Weltmeeren.

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