Fast alle ökologischen und ethischen Banken bieten Depots an. / Foto: Pixabay

20.10.20 Finanzdienstleister

Nachhaltige Banken: Die Depotgebühren

Sie möchten Aktien, ETFs oder Fonds kaufen und suchen dafür ein Depot bei einer nachhaltigen Bank? ECOreporter hat die Depotkosten der grünen und ethischen Banken verglichen und für Sie übersichtlich in einer Tabelle dargestellt.

Ein Depot, auch Wertpapierdepot genannt, ist der Ort, an dem Ihre Bank Aktien, ETFs oder Fonds für Sie verwahrt. Die meisten sozial-ökologischen Banken stehen allen Interessierten offen. Kirchenbanken richten sich insbesondere an kirchliche Einrichtungen und ihre Beschäftigten – wie etwa die Bank für Kirche und Caritas oder Pax-Bank.

Warum sollten Sparer und Anleger bei einer nachhaltigen Bank ein Depot eröffnen – anstatt bei einer konventionellen Bank oder einem Discount-Broker? "Bei uns gibt es keine falschen Anreize für unsere Mitarbeiter in der Wertpapier-Beratung – genauso wenig wie Absatzziele für bestimmte Produkte", erklärt Thomas Homm, Abteilungsleiter Vermögensmanagement bei der Bank im Bistum Essen. "Wir beraten unsere Kunden nur bei Produkten, die wir selbst verstehen und in die wir in einer vergleichbaren Situation ebenfalls investieren würden. Das ist unsere Vorstellung von Fair Banking."

Einen Überblick über die Kontogebühren von nachhaltigen Banken finden Sie hier. Einen aktuellen Vergleich der Zinskonditionen liefert ECOreporter für Sie hier.

Depotkosten

Wer bei der teuersten nachhaltigen Bank Aktien oder Fonds im Wert von 100.000 Euro in seinem Depot hält, muss dafür jährlich 275 Euro Gebühren bezahlen. Es gibt aber auch Anbieter mit kostenlosen Aktien- oder Fondsdepots. Welche das sind, zeigt die Tabelle unten.

ECOreporter hat nur die Gebühren für ein Online-Depot bei den Banken erfragt. Der Grund: Die meisten Anleger kaufen mittlerweile eine Aktie oder einen Fonds über das Internet. Kosten für telefonische Depotführung finden Sie daher nicht in der Tabelle.

Online-Orderkosten

Eine breite Spanne gibt es bei den Kosten, die pro Kauf, also für eine Online-Order, anfallen. Hier lohnt sich der Vergleich.

Bei allen nachhaltigen Banken ist ein Handel an deutschen Börsenplätzen wie Xetra, Stuttgart oder Frankfurt möglich. Bei den meisten Banken können Anleger auch an US-Börsen oder außerbörslich Aktien oder Anleihen kaufen.

Gebühren für Sparpläne

Mit einem Sparplan können Anleger regelmäßig Beträge in einen Fonds oder ETF investieren. Viele nachhaltige Banken verlangen für die Ausführung von Sparplänen keine Gebühren, manche bieten Sparpläne nur über Partner an.

Ausgabeaufschlag Fondskauf

Für den Kauf eines Fonds oder ETFs direkt beim Fondsanbieter wird zusätzlich zu den Orderkosten ein sogenannter Ausgabeaufschlag fällig. Das sind Gebühren, die der Anleger an die Fondsgesellschaft bezahlt. Der Fondsanbieter deckt damit oft Vertriebs- oder Beratungskosten.

Nur eine Bank erhebt für den Fondskauf generell keinen Ausgabeaufschlag. Welche das ist, erfahren Sie in der Tabelle unten. Bei einigen Banken sind ausgewählte Fonds ohne Ausgabeaufschlag erhältlich.

Forex-Handel

Einschränkungen gibt es beim Handel mit Fremdwährungen, dem sogenannten Forex-Handel. Nur zwei Anbieter lassen das zu.

Den Kauf von Aktienoptionen bietet nur eine der von ECOreporter befragten Banken an. Optionen benötigen Anleger, die ihr Depot gegen Kursschwankungen absichern wollen – wie das geht, erfahren Sie hier. Bei Optionen handelt es sich um Rechte, eine Aktie zu einem zukünftigen Zeitpunkt zu einem festen Preis zu kaufen oder zu verkaufen.

Eine Bank will Gebühren für Limitorder

Nur zwei der von ECOreporter befragten Banken erheben eine gesonderte Gebühren für eine Limitorder, also den Kauf einer Aktie zu einem limitierten Preis. Eine weitere Bank verlangt von ihren Anlegern eine Gebühr, wenn eine Limitorder nicht zur Ausführung kommt. Teilausführungen stellen drei der Banken gesondert in Rechnung, bei Auftragsstreichungen ist es nur eine.

Einlagensicherung von Barbeständen im Depot

Keine der nachhaltigen Banken bietet eine separate Absicherung der Bareinlagen im Depot an. Barmittel, die Anleger im Depot halten, sind im Fall einer Insolvenz der Bank nicht gesichert. Sie sind nur dann durch die gesetzliche Einlagensicherung  geschützt, wenn der Anleger sie direkt auf einem Girokonto parkt.

Beratung für Anleger

Bei einigen Banken können Anleger in einem Beratungsgespräch erfahren, ob sich der Kauf einer Aktie oder Anleihe lohnt. Die Anbieter liefern interessierten Anlegern oft auch Informationen zur Nachhaltigkeit eines Wertpapiers. Bei welchen Anbietern es eine Beratung beim Aktien- oder Anleihenkauf gibt, erfahren Sie unten in der Tabelle.

Die Übersicht über die Depotgebühren finden Sie im ECOreporter-Premiumbereich. Dort können Sie den Depotvergleich auch als PDF herunterladen.

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