BIB-Vorstandssprecher Peter Güllmann fordert ein umfassendes Umdenken auf den Kapitalmärkten. / Foto: Bank

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Bank im Bistum Essen will wieder Gelder für ihre Mikrofinanzfonds annehmen

Auf ihrer gestrigen Generalversammlung in Essen hat die Bank im Bistum Essen (BIB) einige Vorhaben für die nächsten Monate skizziert. Dabei geht es auch um die Mikrofinanzfonds der kirchennahen Bank.

„Wenn ich einen Wunsch frei hätte“, sagte Vorstandssprecher Dr. Peter Güllmann auf der Versammlung, „wünschte ich mir für die BIB, dass sie irgendwann als Mitinitiator eines umfassenden Umdenkens auf den Kapitalmärkten, als DIE sozial-ökologische Bank, wahrgenommen wird.“ Erreichen möchte die BIB dies durch ein weiterhin konsequent umgesetztes werteorientiertes Geschäftskonzept mit Finanzierungsschwerpunkten in den Bereichen Sozial- und Gesundheitswirtschaft, Wohnungsbau und erneuerbare Energien.

3 Prozent Dividende

Für 2020 hatte die BIB bereits im Januar solide Zahlen gemeldet (ECOreporter berichtete hier). Für das letzte Geschäftsjahr zahlt die Bank ihren Mitgliedern eine Dividende von 3 Prozent auf ihren Geschäftsanteil.

Vorstandssprecher Güllmann führt die solide Geschäftslage unter anderem auf die konservative Risikostrategie seines Hauses zurück. Mit einer Bilanzsumme von 5,3 Milliarden Euro gehört die BIB zu den großen Genossenschaftsbanken in Deutschland und plant aufgrund der steigenden regulatorischen Eigenkapitalanforderungen eine Aufstockung des Eigenkapitals von 510 auf 622 Millionen Euro bis 2025.

Wegen der anhaltenden Negativzinsphase berechnet die BIB kirchlichen Einrichtungen mittlerweile ein Verwahrentgelt für ihre Einlagen. „Wir haben diese Maßnahme mit einer umfassenden Beratung unserer Kunden zur Strukturierung ihrer Einlagen kombiniert, mit dem Ziel, Negativzinsen zu reduzieren oder ganz zu vermeiden. Dies gelingt immer dann, wenn es möglich ist, Gelder in längeren Laufzeiten anzulegen“, so Güllmann.

Der Vorstandssprecher betont, dass Privatkunden auch 2021 keine Negativzinsen zahlen müssten. Grundsätzlich sollen Kunden immer dann von den kostenlosen Dienstleistungen der Bank profitieren, wenn sie darüber hinaus weitere Geschäfte mit der BIB machen, die eine soziale oder ökologische Wirkung erzeugen.

Investments in Mikrofinanzfonds wieder möglich

Eine gute Nachricht für Anlegerinnen und Anleger, die sich für die Mikrofinanzfonds der BIB interessieren: Ab August soll es wieder möglich sein, Fondsanteile zu zeichnen. Die Bank hatte in der Corona-Krise zwischenzeitlich keine Anteile mehr ausgegeben. Mehr dazu können Sie im ECOreporter-Interview mit BIB-Direktor Michael P. Sommer lesen.

ECOreporter hat hier vier Mikrofinanzfonds eingehend getestet.

Mehr zur Wertentwicklung der Fonds können Sie hier lesen.

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