Einige Mitglieder des BIB-Nachhaltigkeitsbeirats (v.l.n.r.): Dirk Albrecht, Anna Katharina Meyer, Elias Füllenbach, Sigrid Graumann , Kristina Jeromin, Christian Scheper, Nina Eumann. / Foto: BIB

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Bank im Bistum Essen beruft Nachhaltigkeitsbeirat

Die christliche Bank im Bistum Essen (BIB) hat einen Nachhaltigkeitsbeirat installiert. Bei seiner ersten Sitzung diskutierte das Gremium unter anderem über das Thema Sicherheit.

Der neu berufene Nachhaltigkeitsbeirat der BIB ist mit zehn Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen besetzt:

  • Dr. med. Dirk Albrecht, Vorsitzender der Geschäftsführung der Contilia GmbH und seit 2024 Vorsitzender der Katholischen Krankenhausgesellschaft
  • Garrelt Duin, Jurist und seit 2024 Regionaldirektor des Regionalverbands Ruhr (RVR)
  • Nina Eumann, Geschäftsführerin der Evangelischen Altenhilfe Mülheim und seit 2024 Aufsichtsrätin der Bank im Bistum Essen eG
  • Pater Elias Füllenbach OP, Subprior des Dominikanerordens, Archivar der deutschen Dominikanerprovinz und Leiter des Instituts zur Erforschung der Geschichte des Dominikanerordens in Köln
  • Prof. Dr. Sigrid Graumann, Rektorin der Evangelischen Hochschule Bochum, Humangenetikerin und Philosophin
  • Kristina Jeromin, Transformationsexpertin und Co-Leiterin des Think-Tanks „Made in Germany 2030“
  • Prof. Dr. Claudia Kemfert, Professorin für Energiewirtschaft und Energiepolitik an der Leuphana Universität Lüneburg und Leiterin des Bereichs Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW)
  • Martina Merz, Maschinenbauingenieurin und langjährige Top-Managerin in der deutschen Industrie, von 2019 bis 2023 Vorstandsvorsitzende von ThyssenKrupp, heute in Aufsichts- und Stiftungsräten tätig, etwa bei Volvo, Rio Tinto, der Carl-Zeiss-Stiftung und der Robert Bosch GmbH
  • Dr. Anna Katharina Meyer, Umweltökonomin und Gründerin des Netzwerks „FindingSustania“
  • Dr. Christian Scheper, Senior Researcher am Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) der Universität Duisburg-Essen und ausgebildeter Bankkaufmann.

Bei seiner ersten Sitzung diskutierte der Nachhaltigkeitsbeirat die Frage, worauf die BIB bei künftigen Finanzierungen den Schwerpunkt legen sollte und welche Finanzierungen ethisch zu verantworten seien. Die Expertinnen und Experten kamen zu dem Schluss, dass der Begriff Sicherheit nicht nur auf militärische Aspekte angewendet werden dürfe. Vielmehr sollten Sicherheit und Resilienz auch zivilgesellschaftlich gedacht werden. Es brauche soziale Stabilität, Versorgungssicherheit und feste demokratische Strukturen. Voraussetzung dafür sei Gerechtigkeit in all ihren Dimensionen sowie ein Verständnis oft emotional aufgeladener Begriffe wie Resilienz, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit.

Die soziale Nachhaltigkeit sei Garant für Stabilität und Sicherheit – auch gegen Krisen von außen. Aufgabe der BIB müsse es daher sein, diese soziale Nachhaltigkeit mit den Mitteln des Finanzmarktes zu fördern. „Die Ertüchtigung sozialer Infrastruktur ist Basis der Daseinsvorsorge“, sagt Beiratsmitglied Pater Elias Füllenbach. „Ein Krankenhaus, das zum Beispiel die Energieversorgung nicht sicherstellen kann, ist nicht resilient.“

„Nachhaltigkeit ist ein ganzheitliches Konzept"

Nach Einschätzung des Beirats sind zudem Begriffe wie Nachhaltigkeit aktuell zu sehr moralisch aufgeladen. Dies führe in der Praxis eher dazu, Gesellschaften zu spalten, statt sie zu einen, und die Themen getrennt statt miteinander verbunden zu betrachten.

„Nachhaltigkeit ist ein ganzheitliches Konzept. Ökologische, soziale und ökonomische Ziele dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Themen der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit und gesellschaftlichen Wehrhaftigkeit gewinnen durch die geopolitischen Entwicklungen leider an Relevanz – dem müssen wir sachlich begegnen“, so Kristina Jeromin von „Made in Germany 2030“. Ihr Beiratskollege Christian Scheper vom Institut für Entwicklung und Frieden ergänzt: „Wir sehen tatsächlich eine Substitution von Mitteln – weg von sozial-zivilen Strukturen, hin zu militärischen. Genau dieses Thema sollte eine Bank wie die BIB im Blick haben und dafür sorgen, dass der Fluss von Mitteln in den sozial-zivilen Bereich nicht abreißt.“

Die BIB ist eine Genossenschaftsbank. Lesen Sie auch unseren Überblick Nachhaltige Rendite mit Genossenschaftsanteilen – so funktioniert's.

Den KCD Mikrofinanzfonds – III der BIB hat ECOreporter hier ausführlich getestet.

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