Batteriespeicher, etwa für Solarparks, gelten als wesentlicher Baustein der Energiewende. / Symbolbild: Pixabay

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Batteriespeicher-Branche sieht trotz Rekordausbau Probleme

Der Ausbau von Batteriespeichern in Deutschland hat 2026 deutlich an Tempo gewonnen. Doch der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) sieht auch Grund zur Sorge und fordert weniger Hürden.

Laut BSW-Solar wurden bundesweit allein in den Monaten Januar bis März mehr als 2 Gigawattstunden (GWh) neue Speicherkapazität in Betrieb genommen. Besonders stark legten Großspeicher zu: Mit mehr als 1 GWh stieg die installierte Kapazität im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund 290 Prozent.

Verband sieht deutliche Unsicherheiten

Trotz der positiven Entwicklung sieht der BSW-Solar den weiteren Ausbau nicht als gesichert an. Der Verband verweist auf eine Analyse der Berliner Unternehmensberatung Enervis. Demnach gelten bis 2029 lediglich rund 15 GWh zusätzlicher Großspeicherkapazität als vergleichsweise sicher. Zwar seien Projekte mit insgesamt rund 58 GWh in Planung, deren Umsetzung sei jedoch mit erheblichen Unsicherheiten verbunden.

Als Gründe für die Unwägbarkeiten nennt der BSW-Solar vor allem langwierige Netzanschlussverfahren sowie regulatorische Hürden. Der Verband fordert deshalb unter anderem schnellere und einheitlichere Netzanschlussverfahren, einfachere Regeln für den Mehrfachbetrieb (Multi-Use) von Speichern sowie einen stärkeren Einsatz von Batteriespeichern zur Entlastung der Stromnetze.

Batteriespeicher gelten als wichtiger Baustein der Energiewende, da sie überschüssigen Strom aus Wind- und Solaranlagen zwischenspeichern und bei Bedarf wieder ins Netz einspeisen können. Dadurch lassen sich Netzengpässe verringern und erneuerbare Energien besser in das Stromsystem integrieren. Projektentwickler und Anlagenbetreiber setzen daher verstärkt auf das Speichergeschäft als Wachstumsmarkt.

Ob der derzeitige Ausbau in den kommenden Jahren anhält, hängt nach Einschätzung des BSW-Solar wesentlich von den politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen ab. Auch beim Solarausbau insgesamt sieht die Branche Handlungsbedarf: Der Verband SolarPower Europe hatte Ende 2025 gewarnt, dass trotz starker Installationsraten in den letzten Jahren die EU-Ausbauziele für 2030 in Gefahr geraten.

Mehr zu aussichtsreichen Investments in der Solarbranche erfahren Sie im zweiteiligen ECOreporter-Dossier zu Solaraktien.

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