TSMC ist offenbar zum politischen Spielball geworden. / Foto: Taiwan Semiconductor Manufacturing Co.

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Bericht: Trump fordert für niedrige Zölle höhere TSMC-Investitionen

Taiwan verhandelt wie viele Nationen mit den USA über niedrigere Zölle. US-Präsident Donald Trump verlangt dafür Berichten zufolge höhere Investitionen des Chipherstellers TSMC in den Vereinigten Staaten – oder einen Einstieg beim kriselnden Chipkonzern Intel.

Aktuell liegen die US-Zölle für Taiwan bei 20 Prozent. Das international nicht anerkannte, de facto jedoch unabhängige Land will aber wohl erreichen, dass die Handelsgebühren mindestens auf 15 Prozent gesenkt werden. Das wäre derselbe Satz, den aktuell Südkorea und Japan bezahlen müssen.

Einstieg bei Intel als alternativer Deal?

US-Präsident Trump fordert für eine Senkung der Zölle nun offenbar, dass TSMC seine Investitionen in den USA auf mindestens 300 Milliarden US-Dollar aufstockt. Das berichtet die taiwanesische "Taipei Times". Der Zeitung zufolge steht sogar eine Aufstockung auf bis zu 400 Milliarden Dollar im Raum.

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TSMC ist der mit Abstand größte Chip-Auftragsfertiger der Welt und produziert etwa die modernsten Halbleiter für Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI). Der Konzern steckt bereits viel Geld in das Geschäft in den Vereinigten Staaten: Anfang März 2025 hatte TSMC angekündigt, die Ausgaben für ein Werk im US-Bundesstaat Arizona auf 165 Milliarden Dollar erhöhen zu wollen.

Laut dem taiwanischen Fernsehsender "Mirror News" ist allerdings noch ein anderes Geschäft im Gespräch: TSMC soll alternativ zu höheren Investitionen eine Beteiligung von 49 Prozent am strauchelnden US-Halbleiterhersteller Intel erwerben. Das berichtet der Sender unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Gerüchte über einen möglichen Einstieg bei Intel durch TSMC gibt es schon länger. Die US-Regierung hat ein politisches Interesse daran, Intel zu stützen, da der Konzern auch in großem Stil Halbleiter für das US-Militär fertigt.

Die TSMC-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 0,6 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 199,80 Euro (Stand: 6.8.2025, 10:55 Uhr). Auf Monatssicht legte die Aktie 1,1 Prozent zu, im Jahresvergleich stieg der Kurs um 40,7 Prozent.

Risikofaktor China

TSMC macht aktuell besonders mit KI-Chips starke Geschäfte. Im zweiten Quartal steigerte der Konzern seinen Umsatz und Gewinn deutlich. Die Aktie ist trotz der erheblichen Kursgewinne – 250 Prozent in den letzten fünf Jahren – nicht überhitzt: Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2025 liegt bei vertretbaren 19.

Das größte Risiko für TSMC bleibt China. Die Volksrepublik sieht das de facto unabhängige Taiwan als abtrünnige Provinz und droht seit Jahren, dort einzumarschieren. Das könnte die westliche Welt von der Versorgung mit Hochleistungschips abschneiden. Auch deshalb drängen die USA auf einen Ausbau der Fertigung in den Vereinigten Staaten.

Allerdings werden noch Jahre vergehen, bis TSMC eine nennenswerte Fertigung außerhalb Taiwans aufgebaut hat. ECOreporter sieht daher weiter erhöhte Risiken für einen Kauf der Aktie.

Taiwan Semiconductor Manufacturing Company Ltd. ADR:  ISIN US8740391003 / WKN 909800

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