Die Führung von Canadian National Railway beugt sich dem Druck eines britischen Hedgefonds. / Foto: Unternehmen

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Canadian National Railway-Chef tritt auf Druck von Investor zurück – gutes drittes Quartal

Der kanadische Bahnbetreiber Canadian National Railway (CN) teilte am Dienstag mit, dass der Vorstandsvorsitzende Jean-Jacques Ruest Ende Januar in den Ruhestand gehen wird. Ein Investor hatte nach dem gescheiterten Übernahmeangebot für Kansas City Southern zuvor seinen Rücktritt gefordert. Der Konzern präsentierte zudem ordentliche Zahlen zum dritten Quartal.

Der britische Hedgefonds TCI Fund Management, der 5 Prozent der CN-Aktien besitzt, hatte bereits im August den ehemaligen Union Pacific-Manager Jim Vena für den Chefposten vorgeschlagen. Die Profi-Spekulanten zeigten sich über die Nachricht zu Ruests Rücktritt erfreut, forderten den Konzern am Dienstag aber auf, nun seine Zukunft zu sichern.

"Die Entlassung desselben CEO, den der Vorstand vor gerade einmal drei Jahren eingesetzt hat, ist ein guter Anfang, aber sie löst nicht das grundlegende Problem der mangelnden Führung", sagte TCI-Gründer Chris Hohn. Als Grund für die Forderung nach Ruests Entlassung hatte der Hedgefonds zuvor die "schlecht durchdachten" Bemühungen des Unternehmens um die Fusion mit Kansas City angeführt.

CN hatte mit der Übernahme des US-Bahnbetreibers seine erste durchgehende Eisenbahnverbindung zwischen Kanada, den Vereinigten Staaten und Mexiko bilden wollen. In einem Bietergefecht hatte CN zunächst den kanadischen Konkurrenten Canadian Pacific Railway ausgestochen, die von Investoren kritisch betrachteten Fusionspläne waren dann jedoch an den Kartellbehörden gescheitert. Letzten Endes besserte Canadian Pacific Railway sein Angebot an Kansas City noch einmal nach und erhielt den Zuschlag. ECOreporter hat ausführlich über den Fall berichtet, mehr dazu lesen Sie etwa hier.

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