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Chipfertiger TSMC wächst dank KI auch im September stark
Der taiwanische Chip-Auftragsfertiger Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) hat seine Umsatzzahlen für September veröffentlicht und verzeichnet erneut rasantes Wachstum. Auch für das gesamte dritte Quartal übertreffen die Erlöse die Prognose.
Der Umsatz lag im September laut Mitteilung bei knapp 331 Milliarden New Taiwan Dollar (NT-Dollar; 9,3 Milliarden Euro). Damit stiegen die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 31,4 Prozent, im Vergleich zum Vormonat sanken sie leicht um 1,4 Prozent.
Erwartungen übertroffen
TSMC hat noch keinen Bericht zum gesamten dritten Quartal veröffentlicht, der Konzern gibt aber traditionell Umsatzupdates zu jedem einzelnen Monat. Von Juli bis September erzielte der Konzern laut diesen bislang veröffentlichten Zahlen Erlöse von knapp 990 Milliarden NT-Dollar (28 Milliarden Euro), ein Plus von 30 Prozent zum Vorjahr.
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Mit dem Quartalsumsatz übertraf TSMC nicht nur die Analystenprognosen von im Schnitt 962,8 Milliarden NT-Dollar, sondern lag auch im oberen Bereich der eigenen Prognosespanne von 31,8 bis 33 Milliarden US-Dollar. Die vollständigen Quartalsergebnisse will das Unternehmen am 16. Oktober vorlegen.
TSMC beliefert unter anderem die Tech-Riesen Nvidia und Apple, die stark von der Entwicklung und dem Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) profitieren. Besonders die enge Verbindung zu Nvidia, dem klaren Marktführer bei KI-Chips, kurbelt das Wachstum an.
Große Reaktionen an der Börse lösten die Zahlen zunächst nicht aus: Im Tradegate-Handel notiert die TSMC-Aktie aktuell zum Vortag unverändert bei 259,50 Euro (Stand: 10.10.2025, 11:47 Uhr). Auf Monatssicht stieg der Kurs um 17,4 Prozent, im Jahresvergleich gewann die Aktie 52,7 Prozent an Wert.
Nvidia-CEO Jensen Huang hatte TSMC kürzlich ausgiebig gelobt: "Jeder, der Aktien von Taiwan Semiconductor kaufen möchte, ist eine sehr kluge Person", so der Manager. Zudem nannte er TSMC "eines der größten Unternehmen in der Geschichte der Menschheit".
Es bleiben Risiken
ECOreporter mahnt allerdings zur Vorsicht: Der KI-Sektor ist zunehmend überhitzt, die Nvida-Aktie zum Beispiel ist längst zu teuer für einen Einstieg. Zwar dürfte TSMC als größter Auftragsfertiger der Welt auch weiter abseits von KI gute Geschäfte machen, da die Nachfrage nach Halbleitern in vielen Branchen und für viele Anwendungen steigen wird. Auch ist das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie für 2025 dank der Rekordgewinne mit 22 noch vertretbar. Allerdings ist der Grund für die aktuellen großen Erfolge der KI-Hype. Sollte sich hier die Stimmung eintrüben, dürfte das auch den TSMC-Kurs belasten.
Zudem gibt es ein weiteres Risiko für TSMC: China. Die Volksrepublik sieht das de facto unabhängige Taiwan als abtrünnige Provinz und droht seit Jahren, dort einzumarschieren. Das könnte die westliche Welt von der Versorgung mit Hochleistungschips abschneiden.
TSMC arbeitet schon länger daran, einen Teil seiner Produktion ins Ausland zu verlegen – insbesondere in die USA. Das soll auch US-Präsident Donald Trump gnädig stimmen und das Risiko möglicher Handelsbeschränkungen minimieren. Allerdings werden noch Jahre vergehen, bis TSMC eine nennenswerte Fertigung außerhalb Taiwans aufgebaut hat. ECOreporter sieht daher weiter erhöhte Risiken bei der Aktie.
Taiwan Semiconductor Manufacturing Company Ltd. ADR: ISIN US8740391003 / WKN 909800
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