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Church & Dwight übernimmt zweitgrößte US-Marke für Mundspülung

Der US-Konsumgüterhersteller Church & Dwight übernimmt die Mundhygiene-Marke TheraBreath für 580 Millionen US-Dollar in bar. TheraBreath ist Unternehmensangaben zufolge die zweitgrößte Marke in der Kategorie alkoholfreie Mundspülungen in den Vereinigten Staaten.

Der Abschluss der Transaktion, die noch der Zustimmung der Aufsichtsbehörden und anderer üblicher Bedingungen bedarf, wird noch im vierten Quartal 2021 erwartet. Church & Dwight geht davon aus, die Akquisition mit Fremdkapital zu finanzieren.

Der Nettoumsatz von TheraBreath betrug in den zwölf Monaten bis zum 30. September 2021 rund 86 Millionen US-Dollar. Das internationale Geschäft macht weniger als 10 Prozent des Nettoumsatzes aus. Der Jahresgewinn vor Zinsen und Steuern (EBITDA) der Marke, die auch etwa Zahnpasta und Kaugummi im Angebot hat, belief sich auf rund 27 Millionen Dollar, bei einer EBITDA-Marge von 31 Prozent.

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Sobald das Geschäft vollständig integriert ist, erwartet Church & Dwight, dass es das Vertriebsnetz des Konzerns und sein operatives Know-how nutzen wird, um bis 2023 geschätzte Synergien in Höhe von 6 Millionen US-Dollar zu erzielen. Das Unternehmen geht davon aus, dass es den Vertrieb von TheraBreath international ausweiten wird.

Church & Dwight verfügt bereits über ein breites Mundpflegeportfolio. Produkte wie Arm & Hammer-Zahnpasta, Spinbrush-Batteriezahnbürsten, Orajek-Mundschmerzmittel und Waterpik-Zahnseide sind in Deutschland zwar kaum bekannt, in den USA und Großbritannien aber erfolgreich.

Belastung für den Gewinn je Aktie

Der jährliche Nettoumsatz von TheraBreath soll 2022 nun um etwa 15 Prozent auf 100 Millionen Dollar steigen, das bereinigte EBITDA soll voraussichtlich 36 Millionen Dollar betragen, einschließlich 4 Millionen Dollar an Synergieeffekten. In der bereinigten EBITDA-Schätzung für 2022 sind einmalige Übergangs- und Transaktionskosten in Höhe von etwa 7 Millionen US-Dollar nicht enthalten.

Church & Dwight erwartet, dass die Akquisition den Gewinn je Aktie (EPS) des Unternehmens für 2021 um 0,03 Dollar verringert, einschließlich Übergangskosten, akquisitionsbezogener Ausgaben, Zinsausgaben und immaterieller Amortisationskosten. Der Konzern erwartet infolgedessen einen verwässerten Gewinn je Aktie in Höhe von 2,96 Dollar.

Die Church & Dwight-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 0,8 Prozent im Minus zum Vortag und steht bei 82,44 Euro (Stand: 30.11.2021, 9:00 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 9,9 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 15,3 Prozent zugelegt.

Wie andere Konsumgüterhersteller leidet auch Church & Dwight aktuell unter belasteten Lieferketten und steigenden Rohstoffkosten. Die langfristigen Aussichten des Konzerns bleiben nach Einschätzung von ECOreporter aber intakt. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2021 von 31 ist die Aktie allerdings eher teuer. Defensive Anlegerinnen und Anleger sollten Kursrücksetzer abwarten, bevor sie einsteigen.

Church & Dwight ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Mittelklasse-Aktien. Lesen Sie auch unser ausführliches Unternehmensporträt und das ECOreporter-Dossier Langfristig gut investiert – fast 1.900 % Plus mit nachhaltigen Mittelklasse-Aktien.

Church & Dwight Inc.:  

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