Church & Dwight kämpft wie andere Konsumgüterhersteller auch mit steigenden Kosten. / Foto: Unternehmen

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Church & Dwight mit erfolgreichem zweitem Quartal – Jahresprognose wird gesenkt

Der US-Konsumgüterkonzern Church & Dwight hat im zweiten Quartal 2021 Umsatz und Gewinn steigern können. Wegen höherer Kosten und Belastungen der Lieferkette sieht sich der Konzern dennoch gezwungen, seine Jahresprognose zu senken.

Der Umsatz des Unternehmens für das Quartal stieg demnach um 6,7 Prozent auf 1,27 Milliarden US-Dollar gegenüber 1,19 Milliarden Dollar im Vorjahr. Der Gewinn belief sich auf 218,3 Millionen Dollar oder 0,89 Dollar pro Aktie. Im zweiten Quartal des vergangenen Jahres waren es 189,7 Millionen Dollar beziehungsweise 0,77 Dollar pro Aktie. Damit schlug der Konzern die Erwartungen am Markt klar.

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Allerdings hatte das Unternehmen im zweiten Quartal nach eigenen Angaben mit Engpässen bei verschiedenen Rohstoffen zu kämpfen. Darüber hinaus sieht sich das Unternehmen aufgrund von Arbeitskräftemangel und Transportproblemen mit Lieferengpässen konfrontiert.

Zudem erklärte das Unternehmen, dass es im zweiten Quartal die Vermarktung bestimmter Produkte, vor allem von Haushaltsprodukten, aufgrund einer geringeren Abfüllrate zurückgefahren hat. Die Geschäftsleitung erwartet für den Rest des Jahres 2021 einen Anstieg der Input- und Transportkosten.

Höhere Kosten belasten

Der Konzern plant den höheren Kosten seinerseits durch Preiserhöhungen zu begegnen. Allerdings werde sich deren Wirkung laut Konzern vollends wohl erst 2022 bemerkbar machen.

Im Ergebnis senkte die Geschäftsleitung ihre Umsatzprognose für 2021 aufgrund des Gegenwinds in der Lieferkette. Es erwartet nun ein ausgewiesenes Umsatzwachstum von etwa 5 Prozent gegenüber einem zuvor erwarteten Anstieg von 5-6 Prozent. Der organische Umsatz wird nun voraussichtlich um nur knapp 4 Prozent steigen, während zuvor ein Wachstum von 4-5 Prozent prognostiziert wurde. Das Wachstum des bereinigten Gewinns je Aktie erwartet das Management nur noch am unteren Ende der zuvor veröffentlichten Spanne von 6-8 Prozent.

Das Unternehmen erwartet, dass die Bruttomarge 2021 um 75 Basispunkte sinken wird, während sie zuvor im Jahresvergleich unverändert geblieben war. Die bereinigte operative Marge soll nur noch um 70 Basispunkte steigen, während zuvor mit 80 Basispunkten gerechnet wurde.

Zum Wochenstart schloss die Church & Dwight-Aktie am Montag im Tradegate-Handel 1,2 Prozent im Minus zum Freitag bei 72,12 Euro (Stand: 2.8.2021, 22:26 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 0,5 Prozent an Wert gewonnen, im Jahresvergleich ist sie 11,7 Prozent im Minus.

Konsumgüterhersteller wie Church & Dwight waren ursprünglich Gewinner der Corona-Krise, mittlerweile belasten jedoch steigende Rohstoffkosten und belastete Lieferketten das Geschäft. Auch Colgate-Palmolive hatte deshalb seine Prognose bereits gesenkt, Procter & Gamble hingegen will die Mehrkosten durch höhere Preise und Einsparungen auffangen. Church & Dwight ist aus Sicht von ECOreporter jedoch solide finanziert und hat weiterhin gute Aussichten. Mit einem aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 29 ist die Aktie von Church & Dwight allerdings kein Schnäppchen mehr.

Church & Dwight ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Mittelklasse-Aktien. Lesen Sie auch unser ausführliches Unternehmensporträt.

 Church & Dwight Inc.:  ISIN US1713401024 / WKN 864371

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