Shoppingcenter der Deutsche EuroShop in Magdeburg. / Foto: Unternehmen

  Aktientipps, Aktien-Favoriten

Deutsche EuroShop kämpft mit Ausbruch des Coronavirus

Der Shoppingcenter-Betreiber Deutsche EuroShop bekommt die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu spüren. Seit Anfang März sind die Besucherzahlen in den Einkaufszentren deutlich gesunken. Mit der Aktie geht es ebenfalls bergab.

Der folgende Premium-Inhalt ist aufgrund des Artikelalters nun frei verfügbar.

Die Deutsche EuroShop meldet einen Rückgang der Besucherzahlen in ihren Shoppingcentern um 15 Prozent. 21 Einkaufszentren des Unternehmens sind seit Ausbruch der Corona-Pandemie von dem Besucherschwund betroffen.

Der Rückgang könnte sich noch verschärfen. In Österreich, Polen und der Tschechischen Republik haben die Regierungen bereits beschlossen, alle Geschäfte landesweit zu schließen, wenn sie nicht Lebensmittel, Drogerie- und Hygiene-Artikel, Medikamente oder Bankdienstleistungen anbieten. In Polen und Österreich gelten diese Beschränkungen seit 14. bzw. 16. März bis auf Weiteres. In der Tschechischen Republik seit 14. März und bis mindestens 24. März 2020.

Die Deutsche EuroShop ist in Österreich, Polen und der Tschechischen Republik jeweils an einem Shoppingcenter beteiligt. Die Mieterlöse der drei Center beliefen sich 2019 laut Angaben des Unternehmens auf insgesamt 39,6 Millionen Euro (16,5 Prozent der Gesamtmieterlöse).

In Deutschland hat Schleswig-Holstein vom 16. März bis 19. April eine Begrenzung der Besucherzahlen für Shoppingcenter beschlossen. Davon betroffen ist das Herold-Center der Deutschen EuroShop in Norderstedt (Mieterlöse 2019: 12,8 Millionen Euro). Auch andere Bundesländer werden voraussichtlich laut Angaben der Deutschen EuroShop Auflagen für den Shoppingcenterbetrieb festlegen.

Die Mietverträge der Deutsche EuroShop enthalten Vereinbarungen zu festen Mindestmietzahlungen. Jedoch könnten länger andauernde Umsatzeinbußen aufgrund von Geschäftsschließungen oder einer generellen Konsumzurückhaltung der Kunden die Einzelhändler finanziell unter Druck bringen, teilt die Deutsche EuroShop mit. Dies würde für die Deutsche EuroShop das Risiko erhöhen, dass die Mieter ihre Mietzahlungen nicht mehr leisten könnten. Ein eigenen Aussagen zufolge solides Finanzpolster soll es dem SDax-Unternehmen aber ermöglichen, die Krise zu meistern.

Die Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs auf das Geschäftsjahr 2020 könne das Unternehmen derzeit noch nicht beziffern. Am 19. März 2020 will die Deutsche EuroShop die vorläufigen Zahlen für ihr Geschäftsjahr 2019 veröffentlichen.

Seit Ausbruch der Corona-Krise hat die Aktie der Deutsche EuroShop fast 40 Prozent an Wert verloren. Sie notiert im Xetra-Handel derzeit bei 14,79 Euro (16.3.2020, 17:16 Uhr) – ein Minus von 10 Prozent zum Schlusskurs vom Vortag. Einige Ratschläge, was nachhaltige Anleger angesichts der aktuellen Börsenturbulenzen tun sollten, hat ECOreporter hier zusammengestellt.

Noch hält ECOreporter an der Deutsche EuroShop-Aktie fest (warum, erfahren Sie hier). Allerdings hat die Redaktion die Aktie wegen der schwachen langfristigen Kursentwicklung auf ihre Beobachtungsliste gesetzt und wird sie möglicherweise gegen einen aussichtsreicheren Kandidaten austauschen.

Die Deutsche EuroShop ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Reihe Mittelklasse-Aktien. Zum ausführlichen Unternehmensporträt gelangen Sie hier.

Lesen Sie auch den ECOreporter-Mittelklasse-Aktien-Rückblick 2019.

Deutsche EuroShop AG: ISIN DE0007480204 / WKN 748020

Verwandte Artikel

16.03.20
 >
11.06.21
 >
10.03.20
 >
Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x