Öl- und Gasförderung sind in diesem UBS-ETF ausgeschlossen – doch ist er damit wirklich frei von fossiler Energie? / Foto: Pixabay

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ETF-Test: UBS ETF MSCI World Socially Responsible ETF

Der UBS ETF MSCI World Socially Responsible legt weltweit an, möchte dies klimafreundlich tun und wird von einem großen deutschen Finanzportal empfohlen. Aber eignet er sich wirklich als nachhaltiges Basisinvestment? Und wie schneidet er finanziell ab?

Finanzen/Risiko

Der ETF startete im Februar 2018, seitdem ist der Kurs um 58 Prozent gestiegen. Auf ein Jahr gesehen hat er 7,5 Prozent zugelegt. Zum Vergleich: Der weltweite Aktienindex MSCI World verlor im gleichen Zeitraum 0,4 Prozent. Über fünf Jahre betrachtet verzeichnet der ETF ein Plus von 53,1 Prozent. Damit bleibt er knapp hinter dem MSCI World zurück, der im gleichen Zeitraum 57,9 Prozent gewann. Insgesamt überzeugt die Wertentwicklung des ETFs aber.

Die Jahresgebühr ist mit 0,22 Prozent ETF-typisch günstig. Die Wertschwankungen fielen in den letzten drei Jahren recht deutlich aus: Zwischen November 2020 und November 2021 stieg der Kurs um fast 50 Prozent, diese Gewinne wurden dann bis zum Oktober 2022 aber wieder vollständig abgegeben. Seitdem steigt der Kurs erneut. Mit diesen Schwankungen liegt der ETF auf dem Niveau vergleichbarer ETFs. ECOreporter empfiehlt eine Haltedauer von 7, besser von 10 Jahren.

Nachhaltigkeitskonzept

Anbieter des ETFs ist die Schweizer Großbank UBS, die über keine komplette und konsequente Nachhaltigkeitsstrategie verfügt. Der ETF legt weltweit in 425 mittlere und große Unternehmen aus 23 Industrieländern an. Bei der Auswahl der Aktien kommt ein "Best-in-Class"-Verfahren in zwei Schritten zur Anwendung.

Dabei wählt der ETF in jeder Branche, in die er investiert, unter den Unternehmen das nachhaltigste Viertel aus. Ausschlusskriterien legen fest, in welche Branchen nicht investiert wird. Alle ausgewählten Unternehmen dürfen außerdem nur halb so viel Treibhausgas ausstoßen wie die Konzerne aus dem konventionellen Aktien-Index MSCI World. Für die Bewertung werden allerdings nur die Emissionen aus eigener Geschäftstätigkeit (Scope 1 und 2) herangezogen. Die schwieriger einzusparenden indirekten Emissionen (Scope 3), die etwa durch Lieferketten und die Nutzung der hergestellten Produkte entstehen, werden nicht berücksichtigt.

Mit diesem Verfahren bildet der ETF einen Index des US-Finanzdienstleisters MSCI nach. Für die Auswahl und Bewertung der Aktien ist MSCI verantwortlich.

Ausschlusskriterien

Der ETF schließt Unternehmen vollständig aus, die geächtete Waffen, Atomwaffen und Waffen für den zivilen Markt herstellen. Tabu sind zudem Öl-, Kohle- und Gasförderung sowie Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen, Atomenergie und Tabakhersteller.

Darüber hinaus gelten Umsatzschwellen, etwa für Alkohol, Pornografie, Glücksspiel und Gentechnik. Eine vollständige Liste der Ausschlusskriterien finden Sie im Premium-Bereich.

Wie nachhaltig sind die Aktien in diesem ETF?

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