SAP-Gründer Hasso Plattner (li.) und SAP-Vorstandschef Bill McDermott (re.). / Foto: Unternehmen

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ECOreporter-Favoriten-Aktie SAP hebt Prognose an

Der Softwarekonzern SAP hat im Auftaktquartal dieses Jahres mehr Umsatz erzielt als erwartet und hebt seine Jahresziele an. Dennoch bleibt das Unternehmen auf einem Verlust sitzen.

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Wolkige Aussichten: Cloudgeschäft wächst besonders rasant

Der baden-württembergische Softwarekonzern SAP hat die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2019 veröffentlicht. Demnach legte der Umsatz zum Vorjahr um 16 Prozent auf 6,12 Milliarden Euro zu. Besonders stark sind die Einnahmen aus dem Cloudgeschäft gestiegen: Sie wuchsen zum Vorjahr um 48 Prozent. Insgesamt nahm SAP mit Clound-Dienstleistungen im abgelaufenen Quartal 1,58 Milliarden Euro ein.

Das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) kletterte um 19 Prozent auf 1,47 Milliarden Euro. Analysten hatten mit einem geringeren Anstieg gerechnet. Die durchschnittlichen Prognosen beliefen sich auf 1,37 Milliarden Euro.

Für das laufende Jahr geht SAP nun von einem bereinigten Betriebsergebnis von 7,85 bis 8,05 Milliarden Euro aus. Das entspricht einer Steigerung von 9,5 bis 12,5 Prozent zum Vorjahr. Bislang hatte der Dax-Konzern einen Anstieg um 7,5 bis 11,5 Prozent prognostiziert. Auch für das kommende Jahr ist SAP optimistischer als zuvor.

Stellenabbau schlägt sich auf den Nettogewinn nieder

Trotz der starken Umsatzsteigerungen weist der der Konzern für das erste Quartal einen Nettoverlust aus. Unterm Strich belief sich das Minus zwischen Januar und März auf 108 Millionen Euro nach 708 Millionen Euro Gewinn im Vorjahreszeitraum.

Grund für den Verlust sei, wie SAP bekannt gab, der angekündigte Stellenabbau, der den Konzern im ersten Quartal 886 Millionen Euro gekostet habe. Auch die Übernahme von Qualtrics hätte auf das Ergebnis gedrückt. Auf das Gesamtjahr gesehen werde SAP aber schwarze Zahlen schreiben, teilte SAP-Finanzchef Luka Mucic mit.

Der Softwarekonzern hatte im Januar damit angefangen, rund 4.400 Mitarbeiter umzuschulen und in einigen Fällen auch mit Abfindungen in den Vorruhestand zu entlassen. Durch den Stellenabbau soll die Firma zukunftsfähiger werden. Trotzdem werde die Mitarbeiterzahl weiter wachsen, heißt es von SAP. Zuletzt hatte SAP rund 98.700 Beschäftigte, kommendes Jahr könnten es nach Vorstandschef Bill McDermott bereits 105.000 sein.

Anlegern gefielen die Zahlen - und vor allem die Anhebung der Prognose. Die SAP-Aktie legte im heutigen Handel an der Böse Xetra um 8,6 Prozent zum Vortag zu und steht nun bei 110,60 Euro (24.4., 12:36 Uhr). Auf Sicht von einem Jahr ist die Aktie 22,6 Prozent im Plus.

SAP ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Dividendenkönige. Hier gelangen Sie zum ausführlichen Unternehmensporträt. 

SAP SE: ISIN DE0007164600 / WKN 716460

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