Enertrag betreibt bereits seit zehn Jahren in der Uckermark das Hybridkraftwerk Prenzlau, in dem Energie in Wasserstoff gespeichert wird. / Foto: Enertrag

  Anleihen / AIF

Enertrag erhält für Wasserstoffwerk 13 Millionen Euro Fördermittel

Nördlich von Berlin sollen mit grünem Wasserstoff betriebene Nahverkehrszüge fahren. Das Bundesverkehrsministerium fördert das Vorhaben im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie mit insgesamt rund 25 Millionen Euro.

Vorhabenträger des Projektes in den Brandenburger Landkreisen Barnim und Oberhavel sind Enertrag, die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) und die Kreiswerke Barnim. Die drei Verbundpartner wollen laut einer Pressemitteilung mit der Unterstützung „Maßstäbe im Aufbau einer regionalen Wasserstoffinfrastruktur 2 und nachhaltiger Mobilität im Schienenpersonennahverkehr setzen“.

Die NEB erhält laut Pressemitteilung eine Förderung von rund 9 Millionen Euro, um ab Ende 2024 sechs Wasserstoff-Brennstoffzellen-Züge auf der Regionalbahnlinie RB27 einsetzen zu können. Die Kreiswerke Barnim sollen mit der Errichtung einer Wasserstoff-Zugtankstelle die nötigen infrastrukturellen Voraussetzungen schaffen, um den produzierten Wasserstoff am Ort des Energiebedarfs zur Verfügung zu stellen. Das Vorhaben wird mit 2,5 Millionen Euro unterstützt.

Enertrag soll den Wasserstoff liefern

Für den benötigten Wasserstoff, der zu 100 Prozent aus regenerativ erzeugtem Strom produziert werden soll, will der Energieerzeuger Enertrag aus Dauerthal sorgen, der für den Aufbau eines Wasserstoffwerkes Fördermittel in Höhe von ca. 13 Millionen Euro erhält. „Wir wollen unsere Region mit Wasserstoff aus Windkraft versorgen. Er ist der billigste erneuerbare Treibstoff. Unser Hybridkraftwerk zeigt seit zehn Jahren, dass die Elektrolyse erneuerbare Energie problemlos speicherbar macht. Wasserstoff ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Energiewende. Im Verkehrsbereich, welcher dringend weniger Kohlendioxid ausstoßen muss, ist er die ideale Ergänzung zum Strom“, beschreibt Jörg Müller, Enertrag-Vorstandsvorsitzender, die Rolle seines Unternehmens in dem gemeinsamen Vorhaben.

Züge sollen ab Ende 2024 fahren

Mit Übergabe des Fördermittelbescheides können die Partner laut Pressemitteilung in die Detailplanung für die Wasserstofferzeugungs- und Infrastrukturanlagen sowie Fahrzeuge starten und die erforderlichen Genehmigungsverfahren einleiten. Ziel ist der Einsatz von brennstoffzellenbetriebenen Zügen zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2024. Die Gesamtkosten des Verbundvorhabens belaufen sich den Angaben nach auf ca. 100 Millionen Euro.

Über Entwicklungen, Geschäftszahlen und Anleihepläne bei der Enertrag AG hat ECOreporter zuletzt hier berichtet.

Lesen Sie auch: In der Krise stabil: 39 richtig nachhaltige kleine Anleihen mit bis zu 10 % Zins.

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