Der Deka-ETF investiert unter anderem in die DHL Group AG – aber auch in viele Finanzkonzerne. / Foto: DHL

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ETF-Test: Deka Oekom Euro Nachhaltigkeit ETF

Der Deka Oekom Euro Nachhaltigkeit ETF investiert in große europäische Unternehmen mit besonders guter Nachhaltigkeitsnote. Aber reicht das für ein wirklich grünes Investment? Und wie hat sich der ETF finanziell entwickelt? ECOreporter hat ihn eingehend getestet.

Anbieter des ETFs ist die Fondsgesellschaft Deka mit Sitz in Frankfurt, eine Tochter der Sparkassen. Einen Teil ihrer Kundengelder investiert die Deka in Rüstung und Kohle.

Finanzen / Risiko:

Der ETF startete im August 2015. In den letzten zwölf Monaten gewann er 29 Prozent an Wert, der weltweite Aktienindex MSCI World stieg im selben Zeitraum um 8,8 Prozent. Über fünf Jahre erzielte der ETF ein Plus von 49 Prozent, der MSCI World stieg um 63 Prozent. 2020 und 2022 verzeichnete der ETF starke Kursverluste, von denen er sich aber gut erholte.

Die Jahresgebühr ist mit 0,41 Prozent etwas teurer als bei vergleichbaren ETFs. ECOreporter empfiehlt eine lange Haltedauer von mindestens sieben, besser zehn Jahren.

Nachhaltigkeitskonzept:

Der ETF investiert in 30 konventionelle große Unternehmen aus der Eurozone. Kleine und innovative Unternehmen mit neuen nachhaltigen Geschäftsmodellen finden sich hier also nicht.

Alle Konzerne, in die der ETF investiert, müssen die höchste Bewertung der Nachhaltigkeits-Ratingagentur ISS ESG besitzen, einer Tochter der Deutschen Börse. Die hieß ursprünglich oekom research – daher auch das „oekom“ im Namen des ETF. Die Unternehmen dürfen zudem bei den CO2-Emissionen und der Energieintensität ein bestimmtes Level nicht überschreiten. Dabei beachtet der ETF aber nur Emissionen der Kategorien Scope 1 und 2. Das bedeutet: nur Treibhausgasemissionen, die ein Unternehmen selbst verursacht oder die direkt mit ihm zusammenhängen. Warum das gerade bei diesem ETF problematisch sein kann, lesen Sie im Premium-Bereich. Zusätzlich gelten Ausschlusskriterien.

Der ETF bildet einen Index des Frankfurter Anbieters Solactive nach. Solactive berechnet den Index nach Vorgaben der Deka.

Ausschlusskriterien:

Der ETF schließt unter anderem Investments in geächtete und konventionelle Waffen, in Öl- und Gasförderung sowie die Erzeugung von Atomstrom aus. Ebenfalls tabu sind Unternehmen, die Tabakprodukte herstellen, Pelze verkaufen, gegen Menschenrechte verstoßen oder die Umwelt schwer schädigen.

Umsatzschwellen gelten etwa für das Erzeugen von Strom aus Öl und Kohle. Die ECOreporter-Überprüfung der Aktienliste ergab, dass der ETF seine Vorgaben einhält. Eine vollständige Liste der Ausschlusskriterien finden Sie im Premium-Bereich.

So nachhaltig sind die Aktien in diesem ETF:

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