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ETF-Test: UBS MSCI EM Socially Responsible UCITS ETF
Nachhaltig investieren in Schwellenländern wie Indien, Südafrika und Brasilien? Der UBS MSCI Emerging Markets Socially Responsible ETF will genau das zu tun. Wie gut hält der ETF sein Versprechen? Und wie hat er sich finanziell entwickelt? Lesen Sie die ECOreporter-Analyse.
Anbieter des ETFs ist die Schweizer Großbank UBS. Die Bank investiert Kundengelder auch in Kohle- und Ölunternehmen und verfolgt kein übergeordnetes Nachhaltigkeitsziel.
Finanzen / Risiko
Der ETF startete im Juni 2019. ECOreporter hat die Finanznote zuletzt im Oktober 2025 neu berechnet.
Die Jahresgebühren von 0,24 Prozent sind ETF-typisch günstig. Der Kurs schwankte in den letzten drei Jahren stark, empfohlen wird daher eine Haltedauer von mindestens sieben, besser zehn Jahren.
Nachhaltigkeitskonzept
Der ETF investiert in 221 Unternehmen aus Schwellenländern. "Schwellenland" ist kein exakt definierter Begriff. Im Finanzsektor werden damit sich schnell entwickelnde Volkswirtschaften mit hohem Wirtschaftswachstum beschrieben, die sich im Übergang zum Industriestaat befinden. Dazu gehören Länder wie Brasilien, Chile, Südafrika, aber auch etwa China, Südkorea oder EU-Mitglieder wie Griechenland, Ungarn und Tschechien. Der ETF bildet einen Index des US-Finanzkonzerns MSCI ab. Die Nachhaltigkeitsdaten stammen ebenfalls von MSCI.
Die Aktien wählt der ETF (beziehungsweise streng genommen der Index) nach einem Best-in-Class-Prinzip in mehreren Schritten aus. Zunächst werden Unternehmen mit Beteiligungen in bestimmten Geschäftsbereichen ausgeschlossen, mehr dazu lesen Sie unter dem Punkt "Ausschlusskriterien". Unternehmen müssen außerdem eine bestimmte Mindest-Nachhaltigkeitsnote besitzen. Unter den verbliebenen Unternehmen wird dann in jeder Branche das nachhaltigste Viertel ausgewählt. Außerdem wird eine Aktie mit maximal 5 Prozent im ETF gewichtet. Das soll verhindern, dass einzelne Titel zu starken Einfluss auf die Wertentwicklung haben.
Ausschlusskriterien
Der ETF schließt Unternehmen vollständig aus, die an Geschäften mit geächteten Waffen oder Atomwaffen beteiligt sind, zivile Schusswaffen produzieren oder gegen den UN Global Compact verstoßen, also etwa Menschen- und Arbeitsrechte grob verletzen. Ebenfalls vollständig tabu ist das Fördern von Öl, Gas, Kohle und Uran sowie die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen und Kernenergie. Damit ist der ETF hier erfreulich streng. Tabakhersteller müssen ebenfalls draußen bleiben.
Für andere Branchen gelten Umsatzschwellen. Erzielt ein Unternehmen Erlöse aus der Herstellung von Alkohol, Pornografie, genetisch veränderten Organismen (GMO) oder konventionellen Waffen, darf der Anteil am Gesamtumsatz nicht mehr als 5 Prozent betragen. Eine großzügigere Umsatzschwelle von 15 Prozent gilt etwa für Dienstleistungen und Komponenten im Nuklearsektor. Eine vollständige Liste der Ausschlusskriterien erhalten Sie im Premium-Bereich.
So nachhaltig sind die Aktien in diesem ETF
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