Alkoholhersteller wie Heineken sind in diesem ETF nicht ausgeschlossen – aber wie sieht es mit fossiler Energie aus? / Foto: Pixabay

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ETF-Test: BNP Paribas Easy Low Carbon 300 World PAB ETF

Kohlenstoffarme Investments, weltweit gestreut und mit den Klimazielen von Paris vereinbar: Der BNP Paribas Easy Low Carbon 300 World PAB ETF trägt sein Anlagekonzept schon im Namen. Hält er, was er verspricht? ECOreporter hat sich das Aktienpaket des ETFs genau angesehen – und ist überrascht.

Anbieter des ETFs ist BNP Paribas Easy, die ETF-Tochter der französischen Großbank BNP Paribas. Diese besitzt keine übergeordneten Nachhaltigkeitsrichtlinien.

Finanzen/Risiko:

Der ETF startete im Juni 2021. Da er damit noch keine drei Jahre am Markt ist, erhält er von ECOreporter keine Finanznote. Seit Auflegung hat er sich mit einem Plus von 26,6 Prozent ordentlich entwickelt.

Die Jahresgebühr ist mit 0,30 Prozent ETF-typisch günstig. ECOreporter empfiehlt eine Haltedauer von fünf, besser sieben Jahren.

Nachhaltigkeitskonzept:

Der ETF investiert weltweit in 300 Unternehmen aus Industrieländern. Um für den ETF infrage zu kommen, müssen Firmen eine Nachhaltigkeits-Mindestnote besitzen und dürfen zusammen höchstens halb so viel CO2 ausstoßen wie Unternehmen in einem nicht nachhaltigen Aktienuniversum. Zudem müssen sie ihren CO2-Ausstoß jedes Jahr im Schnitt um mindestens 7 Prozent reduzieren. Zusätzlich gelten Ausschlusskriterien. 

Mindestens 40 Prozent des ETF-Vermögens müssen außerdem in „nachhaltige Unternehmen“ nach Definition der EU-Offenlegungsverordnung investiert werden. Hier sind die Kriterien allerdings weiterhin vage und unvollständig. Die Auswahl und Bewertung der Unternehmen stammt von der Nachhaltigkeits-Ratingagentur Moody’s ESG Solutions aus den USA.

Der ETF bildet einen Index des niederländischen Börsenkonzerns Euronext nach. Euronext erstellt den Index nach Vorgaben des ETF-Anbieters BNP Paribas.

Ausschlusskriterien:

Der ETF schließt insbesondere sämtliche Geschäfte mit fossiler Energie aus. Das umfasst neben der Stromerzeugung auch die Förderung, den Transport, die Verarbeitung und jegliche Art von Service für Kohle, Öl und Gas. Damit ist der ETF in diesem Punkt bemerkenswert streng. Tabu sind zudem Unternehmen mit Verbindungen zu geächteten Waffen, Nuklearwaffen sowie Tabakhersteller. Auch Firmen, die gegen Menschenrechte verstoßen oder die Umwelt schwer schädigen, sowie der Luft- und Raumfahrtsektor müssen draußen bleiben.

Wenn Unternehmen im ETF Umsätze etwa mit Atomkraft oder der Herstellung konventioneller Waffen erzielen, müssen diese unter 5 Prozent liegen. Keine Einschränkungen gibt es etwa bei Alkohol oder Glücksspiel. Eine vollständige Liste der Ausschlusskriterien finden Sie im Premium-Bereich.

So nachhaltig sind die Aktien in diesem ETF:

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