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Fahrradaktie Shimano bricht nach Gewinnrückgang ein
Der japanische Fahrradteilehersteller Shimano hat im ersten Halbjahr 2025 trotz höherer Umsätze einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Auch seine Prognose korrigiert der Konzern spürbar nach unten. Für die Aktie geht es zweistellig abwärts.
Seinen Umsatz steigerte Shimano im ersten Halbjahr um 9,5 Prozent zum Vorjahr auf rund 237 Milliarden Yen (1,4 Milliarden Euro). Die Geschäfte liefen sowohl im Fahrradsegment als auch bei Angelausrüstung, der zweiten Sparte des Konzerns, gut. Auf dem europäischen Markt übertrafen die Umsätze dank der günstigen Wetterbedingungen im Frühjahr die bisherigen Erwartungen.
Gewinn verfehlt auch eigene Prognose deutlich
Allerdings stiegen die Betriebskosten sowie die außerordentlichen Aufwendungen, darunter Wechselkursverluste aufgrund der Aufwertung asiatischer Währungen infolge des schwachen US-Dollars. Hinzu kamen Abschreibungen auf Lagerbestände. Der Nettogewinn für den Zeitraum Januar bis Juni brach von 43,7 Milliarden Yen im Vorjahr auf nur noch knapp 4 Milliarden Yen (23 Millionen Euro) ein. Shimano hatte zwar einen Rückgang erwartet, aber bislang noch einen Gewinn von knapp 24 Milliarden Yen in Aussicht gestellt.
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Auch für das Gesamtjahr wird der Konzern pessimistischer. Shimano erwartet nun 2025 nur noch einen Nettogewinn von 30,5 Milliarden Yen (178 Millionen Euro), die frühere Prognose lag bei 63,8 Milliarden Yen. Das Management rechnet insbesondere mit weiteren Anpassungen bei den Lagerbeständen in China. Umstellungen in der Produktion dürften außerdem zu sinkenden Gewinnmargen führen. Darüber hinaus erwartet das Unternehmen weitere nicht-operative Belastungen, insbesondere Wechselkursverluste.
Die Nachfrage wird sich nach Einschätzung von Shimano im Jahresverlauf ebenfalls eintrüben. Der Konzern prognostiziert jetzt noch einen Umsatz von 460 Milliarden Yen (2,7 Milliarden Euro), nach zuvor 470 Milliarden Yen.
Als Reaktion auf die neuen Zahlen und die gesenkte Prognose ist die Shimano-Aktie im Tradegate-Handel aktuell 16,7 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 97,35 Euro (Stand: 30.7.2025, 11:10 Uhr). Im Monatsvergleich notiert die Aktie 19,4 Prozent im Minus, auf Jahressicht hat sie 39 Prozent eingebüßt.
Die Aktie hat seit 2021 an Wert verloren, Zugewinne in der ersten Hälfte 2024 gab sie in der zweiten Jahreshälfte wieder ab. Seitdem sinkt der Kurs wieder stetig. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 26 für 2025 ist die Aktie gerade vor diesem Hintergrund nicht günstig.
ECOreporter sieht zwar weiterhin Potenzial bei Shimano, die aktuell niedrigen Gewinne sind hauptsächlich das Ergebnis von Sondereffekten. Anlegerinnen und Anleger, die über einen Einstieg nachdenken, werden aber wahrscheinlich viel Geduld benötigen. Die angespannte Konjunktur setzt Fahrradunternehmen weltweit zu, gleichzeitig sind die Lager der Händler noch immer voll – ein Erbe der Corona-Krise, in der die Fahrradbranche weltweit boomte.
Shimano Inc.: ISIN JP3358000002 / WKN 865682
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