Fonds / ETF, ECOfondstest

Im Test: Ökoworld Ökovision Classic

Sehr nachhaltige Unternehmen und sonst nichts - das ist das Anlagekonzept des Ökoworld Ökovision Classic. ECOreporter hat den Aktienfonds eingehend getestet und ihm das ECOreporter-Nachhaltigkeitssiegel verliehen.


Den vollständigen Fondstest finden Sie weiter unten als PDF.

Der Ökovision gehört zu den Pionieren der grünen Geldanlage, die Fondsgesellschaft Ökoworld aus Hilden bei Düsseldorf hat ihn bereits 1996 gestartet. Heute ist er mit einem Volumen von fast 2 Milliarden Euro einer der größten nachhaltigen Aktienfonds. Seine Wertentwicklung ist akzeptabel: Auf fünf Jahre gesehen hat er 26 Prozent zugelegt (Stand 16.2.2024). Wer einsteigt, sollte in der Lage sein, den Fonds mindestens sieben Jahre zu halten, besser länger.

Die Nachhaltigkeitskriterien des Ökovision sind sehr streng. Welche Unternehmen investierbar sind, entscheidet ein unabhängiger Anlageausschuss mit externen Expertinnen und Experten. Und der Fonds darf ausschließlich Aktien kaufen, die seine Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllen - bei anderen Fonds müssen dies oft nur 80 Prozent der Papiere oder noch weniger.

Die Ausschlusskriterien des Ökovision sind ebenfalls anspruchsvoll: Sie decken viele Branchen ab und umfassen auch Zulieferer (eine Liste der Kriterien finden Sie weiter unten). Ökoworld verlässt sich bei der Bewertung von Unternehmen nicht auf ESG-Ratings von Agenturen und führt das Nachhaltigkeits-Research selbst durch. Das hat seinen Preis: Mit 2,16 Prozent sind die Jahreskosten des Fonds vergleichsweise hoch.

Der Ökovision investiert weltweit, auch in Schwellenländern. Die Bandbreite reicht von großen Halbleiterkonzernen über Wärmepumpenhersteller bis zu Bioladenketten. ECOreporter hat den kompletten Aktienbestand überprüft: Keines der 100 Unternehmen im Fonds verstößt zum Testzeitpunkt gegen die Anlagerichtlinien.

Ein ECOreporter-Siegelfonds

Zwei Schwachpunkte des Fonds waren in der Vergangenheit, dass Ökoworld seine Stimmrechte auf Hauptversammlungen investierter Unternehmen nicht wahrnahm und die vollständige Aktienliste nur in den Jahres- und Halbjahresberichten veröffentlichte. Das hat sich mittlerweile geändert.

Im neuen ECOfondstest erhält der Ökovision die Nachhaltigkeitsnote 1,6. Damit gehört er zu den grünsten bislang von ECOreporter geprüften Fonds. Weil der Ökovision in allen Nachhaltigkeitsbereichen überzeugen kann, trägt er das ECOreporter-Nachhaltigkeitssiegel 2024.

Den vollständigen Fondstest können Sie unten als kostenfreies PDF herunterladen.

ECOreporter testet regelmäßig nachhaltige Aktienfonds, Mischfonds, Rentenfonds, Mikrofinanzfonds und ETFs. Eine Übersicht über die ECOfondstests liefert Ihnen die Redaktion hier.

Details zum Benotungssystem von ECOreporter finden Sie hier.

Das schließt der Fonds aus:

Ausschlusskriterien ohne Umsatzschwelle

  • Waffen/Rüstung
  • Gesundheitsschädliche Produkte, z.B. Tabak
  • Fossile Energien
  • Gentechnik in offenen Systemen
  • Atomkraft
  • Chlorchemie
  • Raubbau an natürlichen Ressourcen
  • Systematische Menschenrechtsverletzungen
  • Systematische Diskriminierung
  • Systematische Arbeitsrechtsverletzungen (u.a. Kinder- und Zwangsarbeit)
  • Bestechung und Korruption
  • Embryonale Stammzellenforschung
  • Vermeidbare Tierversuche

(Die Ausschlusskriterien gelten auch für Zulieferer)

Stand: 2/2024

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