Die Energiezentrale des picea-Speichersystems. / Foto: HPS

03.11.20 Crowd-Investment

Heimspeichersystem picea: Neues HPS-Crowd-Investment auf GLS Crowd

Das Berliner Unternehmen HPS Home Power Solutions möchte weiter wachsen und seinen Vertrieb stärken. Frisches Kapital kommt aus dem Gesellschafterkreis, soll aber auch über die Crowd eingeworben werden.

CO2-freie Energieversorgung

HPS stellt das Heimspeichersystem picea her. Unternehmensangaben zufolge ist picea das erste Solar-Wasserstoffkraftwerk für Privathaushalte und spart rund drei Tonnen CO2 im Jahr ein. Das System besteht aus einer Batterie, einem Elektrolyseur, einer Wasserstoff-Brennstoffzelle sowie einem Wasserstoffspeicher und kann an Solaranlagen angeschlossen werden. Laut HPS ist mit dem System über das ganze Jahr hinweg eine netzunabhängige, CO2-freie Energieversorgung möglich. Durch die Nutzung von Abwärme erlaube picea zudem Kosteneinsparungen beim Heizen von bis zu 50 Prozent.

Um den Vertrieb der Anlagen ausweiten und picea auch in Österreich und der Schweiz anbieten zu können, hat HPS eine neue Finanzierungsrunde mit einem Gesamtvolumen von 20 Millionen Euro gestartet. Unternehmensangaben zufolge haben bestehende HPS-Gesellschafter bereits Zusagen für 11 Millionen Euro gegeben. Bis zu 4 Millionen Euro sollen über ein Crowd-Projekt eingeworben werden, das am heutigen Dienstag (3.11.2020) um 10.30 Uhr auf der Plattform GLS Crowd startet.

Laufzeit fünf Jahre, 7 Prozent Zins p.a.

Bei dem Crowd-Angebot handelt es sich um unbesicherte Nachrangdarlehen mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einer Verzinsung von 7 Prozent pro Jahr. Anlegerinnen und Anleger können sich ab 250 Euro beteiligen. Die Fundingschwelle, ab der das Projekt durchgeführt wird, liegt bei 2 Millionen Euro.

Die HPS Home Power Solutions GmbH zahlt an die GLS Crowd eine Vermittlungspauschale von 5,35 Prozent des Darlehensbetrags. Zudem wird jährlich 1 Prozent der Crowd-Investment-Summe als Projektmanagement-Gebühr fällig. Für Anlegerinnen und Anleger fallen keine Gebühren an. Eine Gewinn- oder Exitbeteiligung für die Anlegerinnen und Anleger gibt es nicht.

Wer in das Projekt investiert, muss sich darüber im Klaren sein, dass die Vermögensanlage mit erheblichen Risiken verbunden ist und es zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals kommen kann. Der Erwerb eines Nachrangdarlehens bedeutet zudem: Im Falle einer Insolvenz des Unternehmens werden die Ansprüche der Anlegerinnen und Anleger erst nach denen aller anderen Gläubiger bedient.

Auch die Entwicklung von picea war 2019 unter anderem über die Crowd finanziert worden. ECOreporter hatte das Crowd-Angebot hier ausführlich getestet.

Wichtige ECOreporter-Ratschläge zu Crowd-Investments finden Sie hier.

Über die GLS Crowd läuft momentan noch ein zweites Crowd-Investment: das südafrikanische Wohnungsbauprojekt „A Roof for Africa“. Bislang haben Anlegerinnen und Anleger hier 890.250 Euro investiert (Stand 2.11.2020, 15:20 Uhr). Das Fundinglimit liegt bei 1,2 Millionen Euro.

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