Fonds / ETF, ECOfondstest

Im Test: B.A.U.M. Fair Future Fonds

Der B.A.U.M. Fair Future Fonds darf nur in Aktien von Unternehmen investieren, die die Ökosysteme der Erde nicht schädigen. Einen Teil seiner Gebühren spendet er an Kinderhilfsprojekte - trotzdem ist er nicht teuer. ECOreporter hat den Fonds ausführlich analysiert und ihm das ECOreporter-Nachhaltigkeitssiegel verliehen.


Den vollständigen Fondstest finden Sie weiter unten als PDF.

Der B.A.U.M. Fair Future Fonds startete im Oktober 2018. Das Fondskonzept stammt von Prof. Dr. Maximilian Gege, dem Ehrenvorsitzenden des Bundesdeutschen Arbeitskreises für umweltbewusstes Management (B.A.U.M. e. V.). Geges Hamburger Beratungsgesellschaft Green Growth Futura kümmert sich um das Nachhaltigkeitsresearch des Fonds und setzt das Anlagekonzept zusammen mit der GLS Investments um, der Fondsgesellschaft der Bochumer GLS Bank. Der Vertrieb des B.A.U.M. Fair Future Fonds erfolgt in erster Linie über die GLS Bank.

In welche Aktien der Fonds investieren darf, entscheidet ein unabhängiger Beirat, dem unter anderem Vertreter von NABU, dem WWF und dem Deutschen Institut für Compliance angehören. Das Auswahlverfahren ist streng, es orientiert sich am Deutschen Nachhaltigkeitskodex und dem B.A.U.M.-Kodex für nachhaltiges Wirtschaften. Fast vollständig ausgeschlossen sind nicht nur fossile Energien, Atomkraft, Rüstung und Massentierhaltung, sondern auch Autobauer sowie Schiff- und Luftfahrtunternehmen, die weiterhin auf klimaschädliche Antriebe setzen. Eine vollständige Liste der Ausschlusskriterien finden Sie weiter unten.

In der Aktienliste stehen viele grüne Energieunternehmen, Dämmstoffspezialisten und Halbleiterfirmen. Der Schwerpunkt liegt auf mittelständischen Unternehmen aus Europa. Nach Recherchen von ECOreporter verstößt keine der zum Testzeitpunkt 87 Firmen im Fonds gegen die Auswahlkriterien.

Finanziell hat sich der B.A.U.M. Fair Future Fonds bislang passabel entwickelt, in den fünf Jahren bis Anfang April 2024 gewann er 24 Prozent an Wert. Eine Besonderheit des Fonds: Ein Teil seiner für einen anspruchsvollen nachhaltigen Fonds niedrigen Jahresgebühren von 1,37 Prozent geht als Spende über die "Stiftung Chancen für Kinder" an Kinderhilfsprojekte in aller Welt. 2022 waren es mehr als 1 Million Euro.

Ein ECOreporter-Siegelfonds

Der B.A.U.M. Fair Future Fonds erhält im ECOfondstest die Nachhaltigkeitsnote 1,5. Damit gehört er zu den nachhaltigsten bislang von ECOreporter geprüften Fonds. Weil er in allen Nachhaltigkeitsbereichen überzeugen kann, trägt er das ECOreporter-Nachhaltigkeitssiegel (eine Liste aller Siegelträger finden Sie hier).

Den vollständigen Fondstest können Sie unten als kostenfreies PDF herunterladen.

ECOreporter testet regelmäßig nachhaltige Aktienfonds, Mischfonds, Rentenfonds, Mikrofinanzfonds und ETFs. Eine Übersicht über die ECOfondstests liefert Ihnen die Redaktion hier.

Details zum Benotungssystem von ECOreporter finden Sie hier.

Das schließt der Fonds aus:

Ausschlusskriterien ohne Umsatzschwelle

  • Fracking, Ölsande, Ölschiefer
  • Uranabbau
  • Anbau nachwachsender Rohstoffe zur Bioenergieerzeugung
  • Geächtete Waffen
  • Unternehmen mit Schwerpunkt auf konventionelle Antriebstechnik
  • Nicht nachhaltige Fischerei-, Forst- und Landwirtschaft
  • Dienstleistungen im Bereich Tierversuche
  • Embryonenforschung
  • Schwere Arbeitsrechtsverletzungen
  • Schwere Menschenrechtsverletzungen
  • Kontroverse Wirtschaftspraktiken
  • Kontroverses Umweltverhalten

Ausschlusskriterien mit Umsatzschwelle

  • Fossile Brennstoffe (5 %)
  • Kernenergie (5 %)
  • Rüstung (5 %)
  • Gentechnik in der Landwirtschaft (5 %)
  • Pestizide (5 %)
  • Produkte, für die nicht gesetzlich vorgeschriebene Tierversuche durchgeführt werden  (5 %)
  • Fell- und Ledergewinnung (5 %)
  • Massentierhaltung (5 %)
  • Pornografie (5 %)
  • Glücksspiel (5 %)
  • Alkohol, Tabak, Cannabis (5 %)

(Grundsätzlich strebt der Fonds an, dass investierte Unternehmen keine Umsätze in den ausgeschlossenen Bereichen erwirtschaften. Um Unternehmen aufnehmen zu können, die sich glaubhaft in der nachhaltigen Transition befinden oder Produkte und Dienstleistungen anbieten, die nicht speziell für kontroverse Geschäftsfelder entwickelt wurden, jedoch dort auch Verwendung finden, ist ein Umsatzanteil von weniger als 5 Prozent in bestimmten Branchen zulässig.)

Stand 4/2024

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