Fonds / ETF, ECOfondstest

Im Test: B.A.U.M. Fair Future Fonds

Der B.A.U.M. Fair Future Fonds will in Aktien von Unternehmen investieren, die die Ökosysteme der Erde nicht schädigen. Steigt sein Wert, spendet er einen Teil der Gewinne an Kinderschutzprojekte. ECOreporter hat den Fonds ausführlich analysiert.


Den vollständigen Fondstest finden Sie unten im Premium-Bereich.

Der B.A.U.M. Fair Future Fonds startete im Oktober 2018. Vier Partner sind an ihm beteiligt: Die Fondsgesellschaft der Bochumer GLS Bank, GLS Investments, hat zusammen mit dem Bundesdeutschen Arbeitskreis für umweltbewusstes Management B.A.U.M. e.V. das Fondskonzept ausgearbeitet. Um das Nachhaltigkeitsresearch kümmert sich Green Growth Futura, eine vom ehemaligen B.A.U.M.-Vorsitzenden Maximilian Gege gegründete Beratungsgesellschaft aus Hamburg. Verwaltet wird der Fonds von der Frankfurter Universal-Investment-Gesellschaft mbH, den Vertrieb verantwortet in erster Linie die GLS Bank.

In welche Aktien der Fonds investieren darf, entscheidet ein unabhängiger Beirat. Dieser ist prominent besetzt, unter anderem mit der Greenpeace-Mitbegründerin Monika Griefahn, der Klima-Professorin Claudia Kemfert sowie Vertretern von NABU, Club of Rome und dem evangelischen Arbeitskreis Kirchlicher Investoren (AKI). Das Auswahlverfahren ist streng: Neben fossilen Energien, Atomkraft und Rüstung dürfen auch herkömmliche Autobauer, Schiff- und Luftfahrtunternehmen nicht in den Fonds aufgenommen werden. Eine vollständige Liste der Ausschlusskriterien finden Sie unten im Premium-Bereich.

In der Aktienliste finden sich viele grüne Energieunternehmen, etwa Vestas, SMA Solar und Energiekontor. Der Schwerpunkt liegt auf mittelständischen Firmen aus Europa. Nach Recherchen von ECOreporter verstößt keines der zum Testzeitpunkt 92 Unternehmen im Fonds gegen die Auswahlkriterien.

Im Erfolgsfall mehr nachhaltige Wirkung

Finanziell hat sich der B.A.U.M. Fair Future Fonds bislang solide entwickelt, in den drei Jahren bis Mitte Mai 2023 gewann er 21,5 Prozent an Wert. Eine Besonderheit des Fonds: Ab einer jährlichen Wertsteigerung von 6 Prozent behält er eine Erfolgsgebühr von 15 Prozent ein. Dieses Geld kommt Kinderhilfsprojekten in aller Welt zugute. 2021 waren es mehr als 630.000 Euro.

Mit dieser Erfolgsgebühr wird direkte soziale Wirkung erzeugt. In die Nachhaltigkeitsbewertung von ECOreporter fließt sie allerdings nicht mit ein, weil sie nur anfällt, wenn der Fonds deutlich an Wert gewinnt. Eine gute nachhaltige Idee ist sie aber natürlich trotzdem. Und der Fonds erzeugt auch auf andere Weise positiven Impact - beispielsweise indem er sich an Neuemissionen von Aktien beteiligt und Unternehmen kontaktiert, wenn es Probleme mit ihrer Nachhaltigkeit gibt.

Wie die Redaktion Transparenz und Kosten des B.A.U.M. Fair Future Fonds einschätzt und den Fonds insgesamt bewertet, erfahren Sie im vollständigen ECOfondstest im Premium-Bereich dieses Artikels. Der Test ist als übersichtliches PDF gestaltet, liefert die wichtigsten Analyse-Ergebnisse sowie Noten für alle getesteten Bereiche.

Ein ECOreporter-Siegelfonds

Der B.A.U.M. Fair Future Fonds erhält im ECOfondstest die Nachhaltigkeitsnote 1,7. Damit gehört er zu den nachhaltigsten bislang von ECOreporter geprüften Fonds. Weil er in allen Nachhaltigkeitsbereichen überzeugen kann, trägt er das ECOreporter-Nachhaltigkeitssiegel (eine Liste aller Siegelträger finden Sie hier).

ECOreporter testet regelmäßig nachhaltige Aktienfonds, Mischfonds, Mikrofinanzfonds und ETFs. Eine Übersicht über die ECOfondstests liefert Ihnen die Redaktion hier.

Details zum Benotungssystem von ECOreporter finden Sie hier.

Das schließt der Fonds aus:

Ausschlusskriterien ohne Umsatzschwelle

  • Fossile Energien
  • Atomenergie
  • Nicht nachhaltige Fischerei, Land- und Forstwirtschaft
  • Nachwachsende Rohstoffe zu Bioenergieerzeugung
  • Agrochemie
  • Embryonenforschung
  • Gentechnik
  • Rüstungsgüter
  • Autoindustrie
  • Schiff- und Luftfahrt
  • Suchtmittel (u.a. Cannabis, Zucker)
  • Gewaltverherrlichende Computerspiele
  • Glücksspiel
  • Pornografie
  • Tierversuche
  • Menschenrechtsverletzungen
  • Arbeitsrechtsverletzungen
  • Datenschutzverletzungen
  • Massentierhaltung
  • Tierschutzverstöße
  • Rohstoffderivatehandel
  • Kontroverses Umweltverhalten
  • Kontroverse Wirtschaftspraktiken (u.a. Bilanzfälschung, Korruption)

(Geringe Umsätze in kontroversen Geschäftsfeldern sind in Einzelfällen bei Transformationsunternehmen erlaubt, wenn der Nachhaltigkeitsbeirat dem zustimmt. Dies betrifft Firmen mit geringen Geschäftsanteilen in nicht nachhaltigen Branchen, die sich eindeutig nachhaltiger ausrichten und sich in einem Transformationsprozess mit klarer Ausstiegsstrategie aus nicht nachhaltigen Geschäftsfeldern befinden.)

Stand 5/2023

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