Halbleiter-Produktion bei Infineon. Der Konzern kann derzeit die hohe Nachfrage nach Mikrochips kaum bedienen. /

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Infineon hebt Prognose erneut an – erholt sich jetzt die Aktie?

Der Chipkonzern Infineon aus Neubiberg profitiert weiter von der Halbleiter-Knappheit und rechnet mit noch mehr Umsatz und Gewinn. Weil der Börsenkurs in den letzten Monaten deutlich nachgegeben hat, ist die Aktie jetzt vergleichsweise günstig bewertet.

Wegen der anhaltend hohen Chip-Nachfrage und günstiger Wechselkurse geht Infineon davon aus, im Geschäftsjahr 2021/22 (Oktober bis September) einen Umsatz von ungefähr 13,5 Milliarden Euro zu erzielen. Nach der letzten Prognoseerhöhung Anfang Februar lag die Zielmarke bei ungefähr 13 Milliarden Euro. Beim operativen Ergebnis rechnet die Konzernleitung mit einer Gewinnmarge von mehr als 22 Prozent. Bislang waren es „etwa 22 Prozent“.

Das letzte Quartal (Januar bis März) lief gut für Infineon. Der Umsatz stieg zum Vorjahr um 22 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro, der Nettogewinn legte von 203 auf 469 Millionen Euro zu. Die operative Gewinnmarge lag bei 23,1 Prozent.

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Die Infineon-Aktie hatte von November 2021 bis Anfang März 2022 in der Spitze fast 40 Prozent an Wert verloren. Nach einem Zwischenhoch Ende März gab der Kurs erneut nach, seit Mitte April zeigt sich eine bislang sehr zaghafte Aufwärtsbewegung. Im Monatsvergleich liegt die Aktie 3,2 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 14 Prozent abgegeben. Auf fünf Jahre gesehen notiert die Aktie 44 Prozent im Plus.

Die Kursverluste der letzten Monate erklären sich unter anderem durch Gewinnmitnahmen nach einem zuvor hohen Kursniveau und durch die allgemeine Schwäche von Technologieaktien. Weltweit steigen die Zinsen wieder, Tech-Unternehmen brauchen für ihre Investitionen oft milliardenschwere Kredite – die dürften jetzt deutlich teurer werden.

ECOreporter sieht Infineon allerdings weiterhin solide finanziert und daher robust aufgestellt für die Zinswende. Der freie Cashflow dürfte in diesem Jahr bei etwa 1 Milliarde Euro liegen.

Infineon ist der größte Halbleiterhersteller Deutschlands und einer der zehn umsatzstärksten weltweit. In den letzten Quartalen liefen die Geschäfte der ehemaligen Siemens-Tochter konstant gut. Zudem sollte der Konzern auch weiterhin vom politischen Rückenwind für die europäische Halbleiterindustrie profitieren. Aktuell ist die Aktie mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 16 günstig bewertet – es bieten sich Einstiegschancen.

Lesen Sie auch: Von Intel bis Taiwan Semiconductor - die 20 besten nachhaltigen Halbleiter-Aktien

Infineon Technologies AG:

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