Bei der zweiten Innovationsausschreibung erhielten ausschließlich Solarprojekte einen Zuschlag. / Foto: Pixabay

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Innovationsausschreibung überzeichnet – Solaranlagen mit Speicher erfolgreich

Die Bundesnetzagentur hat im April zum zweiten Mal eine Innovationsausschreibung durchgeführt. Welches Bundesland und welche Stromspeicher-Technologie dominierten?

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Im Vergleich zur letztjährigen Innovationsausschreibung im September, in der auch Gebote für Einzelanlagen zulässig waren, waren in dieser Runde nur noch Gebote für Kombinationen aus Erneuerbare-Energien-Anlagen und Stromspeichern möglich. Gebote für Windenergieanlagen mit Speichern gab es nicht. Offenbar sind die Zuschlagskonditionen bei den zuletzt immer unterzeichneten Windenergie-Ausschreibungen attraktiver.

Es wurden bei der Innovationsausschreibung ausschließlich Gebote für Anlagenkombinationen von Solaranlagen mit Speichern abgegeben. Ausgeschrieben war ein Volumen von 250 Megawatt (MW). Eingegangen sind 43 Gebote mit einem Volumen von 509 MW. Die Innovations-Ausschreibungsrunde war damit erneut – wie auch die reine Solar-Ausschreibung im März – deutlich überzeichnet. Insgesamt wurden 18 Gebote mit 258 MW Gebotsmenge bezuschlagt. Davon entfallen zehn Gebote auf Projekte in Bayern.

Markterlöse plus Marktprämien

Bei den Anlagenkombinationen liegen die fixen Marktprämien nach Angaben der Bundesnetzagentur zwischen 3,33 und 4,88 Cent/kWh. Der mengengewichtete Durchschnittswert liegt bei 4,29 Cent/kWh und damit unter dem der Vorrunde. Dort lag der Wert bei 4,50 Cent/kWh. Anders als bei den Solar- und Windenergieausschreibungen wird diese Förderung auf die Markterlöse aufgeschlagen, sodass die Werte der Innovationsausschreibung nicht mit den Werten der technologiespezifischen Regelausschreibungen vergleichbar sind. Abhängig vom Markterlös können sie nach Angaben der Bundesnetzagentur bei der Innovationsausschreibung deutlich über diesen Werten liegen.

ABO Wind erhält Zuschlag

Die ABO Wind AG erhielt bei der Innovationsausschreibung den Zuschlag für eine Solaranlage mit Speicher in der Gemeinde Hohenroth im Landkreis Rhön-Grabfeld in Bayern. Dort will das Unternehmen einen Solarpark mit einer Gesamtleistung von 8,7 MW errichten. Auch bei der Solarausschreibung hat ABO Wind für das Projekt einen Zuschlag erhalten. ABO Wind plant nach eigenen Angaben, für das Projekt den bei der Innovationsausschreibung erhaltenen Zuschlag wahrzunehmen. Dieser umfasst auch einen Stromspeicher, bei dem es sich laut Marktstammdatenregister um eine Lithium-Batterie mit einer Nennleistung von 2,9 MW handeln wird.

Lithium-Batterien dominieren

Bei allen geplanten Stromspeichern, deren Projekte bei der Innovationsausschreibung einen Zuschlag erhielten, handelt es sich laut Marktstammdatenregister um Batterien. Bei zehn der bezuschlagten Projekte sind es Lithium-Batterien. Bei den anderen acht Projekten wird die Batterietechnologie im Marktstammdatenregister nicht benannt.

Die nächste Innovationsausschreibung folgt am 1. August 2021.

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